%Präambel \documentclass[11pt]{memoir} %memoir sei besser als scrbook \paperwidth=12.5cm %Seitenbreite \paperheight=19cm %Seitenhöhe % Schriftpakete für Linux Libertine \usepackage{libertine} % Linux Libertine O als Schriftfamilie \usepackage[libertine]{newtxmath} % Passende Mathematik-Schriftart und um Pfeile richtig darzustellen % Unterstützung für mehrsprachigen Text (Deutsch als Hauptsprache, Ukrainisch möglich) einschl. 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Ausgabe auf 2 Seiten \usepackage[series={A},noend,noeledsec,noledgroup]{reledmac} \usepackage{reledpar} %für deutsche Spezial-Strich-Zeichen \usepackage{newunicodechar} %Dies würde den Text immer vollkommen von oben nach unten füllen \flushbottom \setlength{\skip\footins}{7pt} % Reduziert den Abstand zwischen Haupttext und Fußnoten \setlength{\parskip}{0pt} % Kein Abstand zwischen Absätzen %Zum rechten Einschub für Zitate mit dem Befehl \\begin{rightquote}{...}\end{rightquote} : \newenvironment{rightquote} {\begingroup\leftskip=8mm\noindent} {\par\endgroup} % für ca. 1/4-Spatium mit Befehl \qq, weil 1 Spatium ca. 0.5em entspricht und 0.125em noch zu groß erscheint, daher 0.08! \newcommand{\qq}{\hspace{0.08em}} \newcommand{\yy}{\hspace{-0.08em}} \usepackage{parcolumns} %für 2-spaltige Zitate dt.-engl. %Lange Spezial-Worte, die häufig und an besonderer Stelle falsch oder unschön getrennt werden \hyphenation{alle} \hyphenation{Anspruch} \hyphenation{Erscheinungen} \hyphenation{Gemütskräfte} \hyphenation{notwendiger-weise} \hyphenation{sichtbarkeits-gestaltender} \hyphenation{ohne} \hyphenation{jeweils} \hyphenation{Betrachter} \hyphenation{ent-zeichneten} \hyphenation{praktische} \hyphenation{handeln-den} \hyphenation{Anschein} \hyphenation{eben-bürtige} \hyphenation{Sehen} \hyphenation{quasi} \hyphenation{vor-bewusstes} \hyphenation{eine} \hyphenation{untere} \hyphenation{sondern} \hyphenation{imago} \hyphenation{visuelle} \hyphenation{Bedeutungs-dimension} \hyphenation{verzeichen-baren} \hyphenation{Erfahrungs-übergang} \hyphenation{willent-lich} \hyphenation{sichtbar-keits-komponierender} \hyphenation{aller} \hyphenation{ihrer} \hyphenation{kontinualen} \hyphenation{Tota-li-täts-ord-nung} \hyphenation{Sichtbarkeitsgebilde} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \begin{document} %Verhinderung von Ein- oder Zwei-Zeilern auf neuen/alten Seiten: \clubpenalty=10000 % verhindert Absatzbeginn am Seitenende \widowpenalty=10000 % verhindert Absatzende auf neuer Seite % Seitenzahlen-Layout % Seitenzahlen-Layout \pagestyle{scrheadings} % Aktiviert Kopf- und Fußzeilen \clearpairofpagestyles % Löscht Standard-Kopf- und Fußzeilen \ofoot{\pagemark} % Seitenzahl außen platzieren \setlength{\footskip}{6.5mm} % WICHTIGER Abstand von Textbereich zur Fußzeile (Seitenzahl-Position) % Startseite und Seitenzahl \setlength{\parindent}{0em} % Kein Einrücken bei Absätzen \setcounter{page}{141} % Setzt die Start-Seitennummer \setcounter{footnote}{16} % Fußnotenzähler auf 16 setzen %%%%% EIGENTLICHER TEXT-BEGINN %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \setlength{\baselineskip}{0.98\baselineskip}{ müssen wir nun hinsichtlich letzterer Auslegungsversuche zur Fiedlerschen Theorie ebenso wachsam bleiben und uns der nicht unbedeutenden Frage zuwenden: \emph{Sind etwa die Imdahlschen Sehmodi und selbst noch die Idee ›ikonischer‹ Sichtbarkeit auf eine Fehlinterpretation Imdahls hinsichtlich der Fiedlerschen Schriften zurückzuführen?} \par \vspace{+18pt} Imdahl schreibt: \par \vspace{+6pt} \begin{rightquote}{\scalefont{0.85}{„Fiedler {[}reflektiert{]} {[}...{]} auf die Konstitution eines das künstlerische Bewusstsein aktivierenden, rein optischen Gebildes als einer in sich selbst bedeutsamen, im Grunde a-mimetischen Schöpfung. Der Anspruch auf eine isolierte und selbst Erkenntnis vermittelnden Tätigkeit des Gesichtssinns aus Anlass künstlerischer ›Erscheinungen im eigentlichen Sinne‹ ist die Grundlage der Theorie Fiedlers.`` \\ (Imdahl 1996: 283)}} \end{rightquote} \par \vspace{+18pt} Fiedler schreibt: \par \vspace{+6pt} \begin{rightquote}{\scalefont{0.85}{„Nur in dieser Tätigkeit {[}\emph{des bildenden Künstlers; J.F.}{]} ringt sich das, was an einem sichtbaren Dinge dessen Sichtbarkeit ist, von dem Dinge los und tritt als freies selbstständiges Gebilde auf.`` / „{[}In{]} {[}ein{]} {[}Reich{]} der Sichtbarkeit {[}kann{]} {[}...{]} nicht mehr das Auge, sondern nur die Sichtbares gestaltende Tätigkeit vordringen.`` / „Nur dadurch, dass man den Tätigkeitsvorgang erlebt, in dem sich Natur zum Kunstgebilde gestaltet, vermag man dem Künstler auf sein eigenes Gebiet zu folgen, ihn in seiner Sprache zu verstehen. Was nützt alles Sehen, wenn man sich nicht, unbefriedigt von allem Sehen, ergriffen fühlt von jenem Drange, das Sehen zur Tätigkeit zu entwickeln und in immer sich steigerndem Ausdruck Natur als ein Sichtbares sich anzueignen? Dann aber ist es doch der Künstler allein, der den Künstler begreifen kann; dann sprechen die Künstler eine Sprache, die niemand verstehen kann außer ihnen, weil nur sie die Fähigkeit besitzen, sie zu sprechen! Dann ist die Kunst, an der mehr als etwas anderem alle Menschen ihr Recht geltend machen, eine Geheimschrift, zu der nur wenige den Schlüssel haben, während die anderen sich mehr oder weniger kindlich an ihr vergnügen, ohne den wahren Sinn zu ahnen, der in ihr verborgen liegt! Und freilich muss man von vornherein darauf verzichten, dass Kunst etwas Allgemeinverständliches sein könnte. Dieses Gebiet menschlicher Leistungen, welches so offen vor aller Blicken zu liegen scheint, ist tatsächlich einem großen Teil der Menschen vollständig verschlossen.`` / „Fühlt er {[}\emph{d.h. der bildende Künstler; J.F.}{]} nicht, dass er da, alle anderen Menschen gleichsam im Dunkel hinter sich lassend, zu einer Höhe künstlerischer Erkenntnis emporgestiegen ist, deren eben nur er in seiner Tätigkeit teilhaftig werden kann? Alles Verständnis, was ihm zu teil wird, kann immer nur darauf beruhen, dass andere sich einigermaßen in die besondere Entwicklung seines Bewusstseins einzuleben vermögen, die sich in seiner Tätigkeit vollzieht. Es wird immer nur ein annäherndes bleiben, weil jener Entwicklungsprozess sich selbst eben nur durch das eine Individuum bis zu der erreichten Höhe vollziehen konnte. Sind es nun die Künstler, die vor allen anderen dieses annähernden Verständnisses für die künstlerischen Leistungen anderer fähig sind, weil sie wenigstens aus eigenem Erlebnis den bildnerischen Vorgang kennen, in dem das Streben nach Entwicklung des Bewusstseins von einer sichtbaren Welt Befriedigung sucht {[}...{]} {[}S{]}o viele {[}ahnen{]} gar nicht, dass es auf dem Gebiet des Gesichtssinnes mehr gibt, als das bloße Sehen und Gesehenes Vorstellen zu bestimmen.`` (Fiedler 1913: I, 320, 326, 332, 335)\linebreak}} \end{rightquote} \par \vspace{+8pt} \setlength{\baselineskip}{1.06\baselineskip}{ Nicht durch ein „das künstlerische Bewusstsein aktivierendes, rein optisches Gebilde``, wie etwa Imdahl meinte, sondern \so{„nur``} durch eine „Sichtbares gestaltende Tätigkeit`` vermag, hingegen nach Fiedlers Meinung, ein einzelnes, jene Tätigkeit vollziehendes (jedoch zugleich auch: „bedeutend organisierte{[}s{]}``, d.h. genialisches) „Individuum`` „{[}von dem Dinge{]} das, was an einem sichtbaren Dinge dessen Sichtbarkeit ist {[}loszuringen{]} und {[}diese; J.F.{]} als freies selbstständiges Gebilde`` für sich selbst quasi-erfahrbar zu machen. Das vom Menschen gestaltete Sichtbarkeitsprodukt besitzt also\,\,\, \mbox{k{\hspace{+0.27em}}e{\hspace{+0.27em}}i{\hspace{+0.27em}}n{\hspace{+0.27em}}e{\hspace{+0.27em}}\,\, a{\hspace{+0.27em}}n{\hspace{+0.27em}}d{\hspace{+0.27em}}e{\hspace{+0.27em}}r{\hspace{+0.27em}}e{\hspace{+0.27em}}\,\, S{\hspace{+0.27em}}i{\hspace{+0.27em}}c{\hspace{+0.27em}}h{\hspace{+0.27em}}t{\hspace{+0.27em}}b{\hspace{+0.27em}}a{\hspace{+0.27em}}r{\hspace{+0.27em}}k{\hspace{+0.27em}}e{\hspace{+0.27em}}i{\hspace{+0.27em}}t}\,\,\, als der\linebreak Rest der ›visuellen Welt‹. Es wurde aber beständig mit Blick auf die sinnlich-geistigen Bedürfnisse des Menschen und auf die jeweils angestrebten Ziele und Wirkungsabsichten des jeweils Tätigen hin monadisch-komponiert ($\to$ Sinnlichkeit) und gestaltet ($\to$ Geistigkeit), sodass jenes im Gelingen und unter der Bedingung des Wechselspiels der Sehmodi: ein sinnlich-geistig-vermittelndes, lustförderndes und jederzeit freies Spiel aller Gemütskräfte anzustoßen vermag.} Doch \so{allein} der (\emph{nach Fiedler:} geniale) Schöpfer jenes großen Spielpotenzials verfügt gerade erst \so{vermittelst} vieler, notwendigerweise vorausgehender Spie\so{lversuche im Rahmen seiner sichtbarkeitsgestaltenden Tätigkeit} über jenen ganzheitlichen Sehmodus, der ihn immer wieder aufs Neue in eine fremde, immaterielle Welt hinübertreten lässt, in welche er ohne seine Tätigkeit also auch niemals hätte hineingelangen können und in welche auch niemand ohne eine solche Tätigkeit jemals willentlich zu gelangen vermag\qq\footnote{Den dahinterliegenden, vorbewussten ›Mechanismus‹ (d.h. das theoretische Verständnis dafür, wie man überhaupt zur Schau reiner Erstheit gelangen mag), haben wir bereits -- quasi als Nebenresultat -- aus der tiefgreifenden Analyse (samt trans-peirceianistischer bzw. postmodernistischer Korrektur) der Peirceschen Semiotik erhalten ($\to$ Kap. 1.2.2.1 u. Propädeutik II): Wenn nämlich visuelle Erstheit (d.i. visuelles Qualia-Kontinuum), jederzeit bloß als ein ›Zweites in der Zweitheit‹ vorliegend ($\to$ D.2-Abbild), durch lange und professionelle sichtbarkeitskomponierende Tätigkeit angetrieben, plötzlich (aufgrund seiner fehlenden Zeitdimension) an die mental-zeitlich erste Wirkungsposition in der Zweitheit versetzt wird und wenn dann auch noch -- in einem Augenblick -- die Zeit selbst stillzustehen scheint und alles zur Ruhe kommt, so bricht sogleich noch alle Zweitheit weg und eine unerklärliche Macht ergreift unser Gemüt und führt es ent-icht fort an einen ortlosen Ort und lässt uns das verborgene Bild aller Geheimnisse schauen; und führt uns mit dieser höchsten Erkenntnis wieder zurück, zu unserem neuen Ich, ins gänzlich neue Gemüt, zum Menschen i.e.S (d.h. mit der zusätzlichen Fähigkeit begabt: jederzeit auch willentlich in diesen besonderen Zustand überzutreten, um sich Rat, Hilfe und Lebenslust, ja Lebenssinn überhaupt geben zu lassen)!}. Alle Menschen vermögen zwar jederzeit auch sinnlich-ganzheitlich zu sehen, haben aber dieses Sehen niemals als eine andere Sehweise oder gar als Zugang in eine völlig andere Welt erfahren bzw. wertschätzen gelernt, weil sie einfach das machtvolle Heranbilden eines den Sinnen (wie auch des Geistes) gemäßen Sichtbarkeitsgefüges niemals versucht haben selbst zu erreichen; gerade diese \so{sinnlich-praktische Erfahrung} des (ggf. selbst im jeweils erreichten Ergebnis)\linebreak \so{noch nicht} „invariabel und notwendig`` (Imdahl 1996: 478) erscheinenden visuellen Gebildes ist der wichtigste, wenn nicht gar der einzige Grundstein visuellen Lernens und Verstehens (Kap. 3). Nach Fiedler habe es somit immer nur den \so{Anschein,} als ob die Ganzheitssicht, d.h. jenes „durch den ganzen handelnden Menschen vollzogenes Sehen`` (Fiedler 1913: I, 324), vermittels eines gar besonderen, d.h. als aus einer solchen sichtbarkeitsgestaltenden Tätigkeit hervorgegangen verzeichneten Sichtbarkeitsgebildes an einen niemals bildnerisch tätigen gewordenen Betrachter übertragbar sei: \so{Denn „nur im Schaffen wird das Schaffen eine ebenbürtige Macht anerkennen``} (Fiedler 1913: I, 340).\linebreak \par Zusammenfassend bleibt somit der Zugang zur Welt reiner (\emph{nach Peirce:} {[}echt-{]}monadischer) bzw. selbstbezüglicher Sichtbarkeits\-gebilde mit der unhintergehbaren Bedingung zur Fähigkeit eines nicht mehr verzeichnenden, oder besser: \so{entzeichneten Sehens} verdeckelt (vgl. Anhang), dessen Einstellung der Betrachter aber jederzeit selbst und willentlich vollziehen muss, d.h. er muss den Wechsel in diesen vollständig andersartigen Sehmodus durch eigene, sichtbarkeitsgestaltende Tätigkeitserfahrung selbst erlernt und geübt haben. Und obgleich sich die Fiedlersche Genie-Bedingung ganzheitlichen Sehens \emph{an dieser Stelle} wohl kaum beseitigen lässt, so darf diese doch wenigstens für jeden ›visuellen Experimentator‹ als jederzeit \so{falsifizierbar} betrachtet werden. --- Das entzeichnete Sehen ist weder irgendwelchen ›Ganzheitsstrukturen‹ unterstellt noch sind beide Sehmodi auf irgendwelche Sichtbarkeitsgebilde anwendbar beschränkt.} \clearpage Abschließend widmen wir uns im Folgenden noch einmal der Abbilddefinition C (vgl. Kap. 1.2.2.1), vor allem auch um das dortige, sehr missliche, ja falsche Zwitterkonstrukt des Peirceschen Ikons bzw. Qualizeichen (gedanklich angesiedelt zwischen Abbildhaftigkeit und Nichtabbildhaftigkeit) mit Blick auf die wahren, sinnlich-geistigen Verhältnisse aufzulösen und dabei zugleich noch die Wesensfrage des Abbildes selbst zu beantworten.\linebreak Kraft der eigenen ›Sichtbarkeitserfahrung‹ des Verfassers und seiner Maßgabe, „das Fundament jener neuen Wissenschaft der\linebreak Sichtbarkeit nicht, wie gemeinhin üblich, auf wohldefinierten\linebreak Begriffsfeldern, sondern stattdessen\,:\, \so{auf der quasi-}\linebreak e{\hspace{+0.20em}}m{\hspace{+0.20em}}p{\hspace{+0.20em}}i{\hspace{+0.20em}}r{\hspace{+0.20em}}i{\hspace{+0.20em}}s{\hspace{+0.20em}}c{\hspace{+0.20em}}h{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}n{\hspace{+0.20em}}\, Q{\hspace{+0.20em}}u{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}l{\hspace{+0.20em}}l{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}``{\hspace{+0.20em}}\, s{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}i{\hspace{+0.20em}}n{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}r{\hspace{+0.20em}}\, ›{\hspace{+0.20em}}g{\hspace{+0.20em}}a{\hspace{+0.20em}}n{\hspace{+0.20em}}z{\hspace{+0.20em}}h{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}i{\hspace{+0.20em}}t{\hspace{+0.20em}}l{\hspace{+0.20em}}i{\hspace{+0.20em}}c{\hspace{+0.20em}}h{\hspace{+0.20em}}e{\hspace{+0.20em}}n\linebreak \so{Sichtbarkeitserfahrung‹} zu errichten (vgl. Kap. 1.1;\linebreak d.i. der wahre ›iconic turn‹!), erklären wir die Abbilddefinition\linebreak C sogleich für unzureichend. Denn wenn im Wechselspiel der Sehmodi jegliche, visuell erfahrbaren Ding-Erscheinungen blitzartig verschwinden und wiederhergestellt werden können, das ihnen jeweils zugrundeliegende Sichtbarkeitsgebilde (d.i. Bild) aber stets quasi-unverändert bleibt, Abbild-Erscheinungen zugleich nichts als Erscheinungen darstellen, so müssen zumindest \so{\textbf{direkt}-visuelle} Abbilder als \so{\textbf{unmittelbar} auf Sichtbarkeit\, gründend}\,\,\,\, gedacht werden. Es gibt keine gleichwie gearteten, epistemisch doppelbödigen, gar mehrfach geschichteten Erscheinungen (vgl. Abbilddefinition C), es gibt bloß unterschiedliche, aber jederzeit auf direkten oder zumindest indirekten Sinnlichkeitsprodukten gründende\linebreak Verzeichnungsweisen. Jede scheinbar äußerlich abgeleitete Erkenntnis bedeutet immer zugleich eine unmittelbar auf Sichtbarkeitsgebilden (\emph{allgemein:} Sinnlichkeitsgebilden) gründende \so{Neu-} bzw. \so{Umv}erzeichnung. Pragmatik, Semantik und Syntax des Abbildes (d.h. die ganze Bildpragmatik) sind nichts weiter als jeweils andersartig (epistemisch) systematisierte und verwendete Ansammlungen visueller Verzeichnungsweisen (mentale Codes), welche sich jederzeit, d.h. in direkt-visueller Betrachtung, unmittelbar auf Sichtbarkeit gründen.\clearpage Im Falle einer \so{\,objektivierten\, bzw.\, bewusst geschlussfolgerten} Erkenntnis, \emph{z.B.} dass eine direkt-visuell betrachtete Erscheinung nicht die Sache selbst, sondern nur das Abbild derselben Sache darstellt, wird die ursprüngliche\linebreak Ding-Erscheinung sogleich zu einer Abbild-Erscheinung \so{neuverzeichnet} (somit tatsächlich niemals überzeichnet, gar überschichtet; existierend in dieser Weise bloß\, \so{modellhaft, d.h. innerlich vorgestellt bzw. jene erneut reproduziert)} bzw. jene Gestalt unmerklich aufgelöst und, unter direktem Rückgriff auf das jeweilige Sichtbarkeitsgebilde, sofort in eine neue, vielleicht aber auch nur gleichartige Gestalt (jedoch mit anderem Bezugsobjekt) überführt. D.i. \par \mbox{ } \emph{\textbf{A{\hspace{+0.18em}}b{\hspace{+0.18em}}b{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}l{\hspace{+0.18em}}d{\hspace{+0.18em}}-{\hspace{+0.18em}}D{\hspace{+0.18em}}e{\hspace{+0.18em}}f{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}n{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}t{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}o{\hspace{+0.18em}}n{\hspace{+0.18em}}\, D{\hspace{+0.18em}}.{\hspace{+0.18em}}1{\hspace{+0.18em}}\, ({\hspace{+0.18em}}›{\hspace{+0.18em}}D{\hspace{+0.18em}}r{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}t{\hspace{+0.18em}}t{\hspace{+0.18em}}h{\hspace{+0.18em}}e{\hspace{+0.18em}}i{\hspace{+0.18em}}t{\hspace{+0.18em}}s{\hspace{+0.18em}}-{\hspace{+0.18em}}I{\hspace{+0.18em}}k{\hspace{+0.18em}}o{\hspace{+0.18em}}n{\hspace{+0.18em}}‹{\hspace{+0.18em}})}}\linebreak \vspace{-6pt} \emph{Ein direkt-visuell gegenwärtiges Abbild ist ein visuell-kontinuales} \so{\emph{Bild bzw. Sichtbarkeitsgebilde}} \emph{(d.i.} \so{\emph{\textbf{vorbewusstes Quasi-}}}\emph{\textbf{Repräsentamen}), dessen Ganzes (als Einheit) oder Teile durch einen Erkenntnisschluss in den epistemischen Status eines direkt-visuellen Stellvertreters (d.i. \textbf{bewusstes Repräsentamen})} \so{\emph{für}} \emph{eine als abwesend und/oder von diesem verschiedenartig gedachte, visuelle Erscheinung (d.i. \textbf{bewusstes Objekt})} \so{\emph{zwecks}} \emph{einer potenziell gleichwertigen oder noch höher entwickelten, zukünftigen Erkenntnis (d.i. \textbf{bewusster Interpretant}) hinsichtlich derselben Erscheinung (in Begrenztheit des ursprünglichen Abbildes) erhoben wurde; diese zeitlich-triadische Gedankenbeziehung ist zugleich dergestalt, dass auch dieser (ggf. nur indirekt-visuell bzw.} \so{\emph{innerlich zurückgerufene)}} \emph{Interpretant des Abbildes des Objekts dazu bestimmt ist, wiederum als Repräsentamen für eine potenziell noch höher entwickelte, zukünftigere Erkenntnis (d.i. \textbf{bewusster Interpretant Nr. 2}) hinsichtlich desselben Objekts (in Beschränkheit seines ursprünglichen Abbilds) zu fungieren.}\footnote{Man beachte, dass der Ähnlichkeitsbegriff hier keinerlei Beachtung findet,\linebreak nicht etwa weil jede Erscheinung einer anderen Erscheinung auf irgendeine Weise ähnelt und somit potenziell immer auch Abbild sein kann, sondern weil das Wesen einer jeden Erscheinung, ja eines jeden Zeichens an sich bereits dem eines mental-sinnlichen Stellvertreters (Abbild!) in pseudo-sinnlicher ($\to$ {[}mentale{]} Qualia), indexikalischer ($\to$ {[}mentale{]} Existenz) und logischer ($\to$ {[}mentale{]} Medialität) Verschränktheit und jeweiliger Hervorhebungsart entspricht. \so{Somit bedeutet die Definition D.1 nicht nur eine}\linebreak \so{Revision der Abbilddefinition C, sondern zugleich}\linebreak \so{auch noch, unter der Bedingung ihrer sinnlichen Verallgemeinerung, eine grundlegend verbesserte Definition bewusster bzw. drittheitlicher Zeichen überhaupt (d.i. Trans-Peirceianismus)!}\,\,\, Die für die\linebreak Zeichenhaftigkeit jeweils nötigen Erkenntisschlüsse mögen zudem -- gerade in höheren Erkenntnisstufen -- zwar bewusst angeregt und steuerbar erscheinen, ihre eigentlichen Schlussprinzipien unterliegen aber immer auch vorbewussten Quasi-Automatismen (vgl. \emph{z.B.} die von Kant postulierte transzendentale Abhängigkeit einer jeden begrifflichen Reflexions- und Bestimmungstätigkeit), sodass alle Bewusstseinsinhalte bloß Re-Interpretationen von bereits vorausgegangenen, vorbewussten bzw. quasi-automatistischen (d.h. angebahnten) Interpretationen sinnlich-kontinualer Quasi-Zustände und Quasi-Prozesse darstellen (vgl. die Interpretiertheit der Perzepte: CP 5.184f., Kap. 1.2.2.3, die untere Abbild-Definition D.2 sowie Fußnote 2 der Grundlegung).} \setlength{\baselineskip}{1.07\baselineskip}{ Dies entspricht nun aber gerade nicht unserem \so{subjektiven} Empfinden in der direkt-visuellen Betrachtung von Abbild-Erscheinungen! Vielmehr meinen wir (gleich den \emph{imago}-Phänomenologen) behaupten zu dürfen: hierin nicht nur visuelle Stellvertreter (d.s. Abbilder semiotischer Definition; oder wie die \emph{imago}-Phänomenologen aufschreien:{\hspace{+2.05pt}}{\hspace{+2.05pt}}\mbox{›{\hspace{+2.05pt}}Z{\hspace{+2.05pt}}e{\hspace{+2.05pt}}i{\hspace{+2.05pt}}c{\hspace{+2.05pt}}h{\hspace{+2.05pt}}e{\hspace{+2.05pt}}n{\hspace{+2.05pt}}‹{\hspace{+2.05pt}}!{\hspace{+2.05pt}}}){\hspace{+2.05pt}},{\hspace{+2.05pt}} sondern\linebreak die jeweils dargestellten Erscheinungen auch\, \so{an sich}\,\, zu\linebreak erblicken (und dies selbst noch dann, wenn wir bereits wissen bzw. \so{bewusst erkannt haben,} dass es sich hierbei eigentlich nur um Abbilder der Dinge handelt)! -- Abbilder werden in diesem (d.h. {[}vor{]}bewusst verzeichnenden) Falle aber nicht bloß scheinbar, sondern \so{tatsächlich} als uns direkt (bzw. durch Albertis ›offenes Fenster‹ betrachtet) vorliegende, ja (wider anderer Meinung: CP 2.231!) direkt erfahrbare Dinge verzeichnet (vgl. CP 3.362)! \clearpage Anders gesagt wird an dieser Stelle nach nichts anderem verlangt als nach einem Erklärungsmodell für Peirces ›reines Ikon‹, d.h. in seiner mental-versunkenen, nicht-abbildhaften Bedeutungsdimension (vgl. Kap. 1.2.2.1)! Es \so{muss} daher noch eine weitere, allgemeinere und zugleich\linebreak tiefgreifendere Fassung der Abbild-Definition D geben, welche nicht nur für (vor)bewusst verzeichnete (Abbild-)Erscheinungen, sondern gar noch für alle direkt-visuelle, ja \so{originäre} Erscheinungen Gültigkeit besitzt und diese zugleich noch als echte Erkenntnisse, ja wirkliche Interpretanten definiert. Mag man auch die hierbei zugrundeliegende Zeichen-Beziehung als ›monadisch‹ (im Peirceschen Sinne) bezeichnen dürfen (aufgrund der erlebten Identität von Repräsentamen und seinem Objekt, bei gleichzeitiger Abwesenheit eines bewussten Interpreten), so muss diese im Grunde aber dennoch von \mbox{{\hspace{+4.4pt}}z{\hspace{+4.4pt}}e{\hspace{+4.4pt}}i{\hspace{+4.4pt}}t{\hspace{+4.4pt}}l{\hspace{+4.4pt}}i{\hspace{+4.4pt}}c{\hspace{+4.4pt}}h{\hspace{+4.4pt}}-}{\linebreak}\mbox{\so{triadischer}} Natur sein ($\to$ ›Drittes in der Zweitheit‹), weil ansonsten \emph{hier} auch nicht von einer erneuten Semiose gesprochen werden dürfte, gleichfalls auch kein weiterer sinnlicher Hinterraum verbliebe ($\to$ Erstes in der Erstheit) und ein Unentdecktes in der Sinnlichkeit als unmögliche Idee verworfen werden müsste (was aber aufgrund anderer Quasi-Erfahrungen, u.a. durch den Verfasser selbst, nicht möglich sein kann). D.i.} \clearpage \emph{\textbf{A{\hspace{+0.198em}}b{\hspace{+0.198em}}b{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}l{\hspace{+0.198em}}d{\hspace{+0.198em}}-{\hspace{+0.198em}}D{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}f{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}n{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}t{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}o{\hspace{+0.198em}}n{\hspace{+0.198em}}\, D{\hspace{+0.198em}}.{\hspace{+0.198em}}2{\hspace{+0.198em}}\, ({\hspace{+0.198em}}›{\hspace{+0.198em}}Z{\hspace{+0.198em}}w{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}t{\hspace{+0.198em}}h{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}i{\hspace{+0.198em}}t{\hspace{+0.198em}}s{\hspace{+0.198em}}-{\hspace{+0.198em}}I{\hspace{+0.198em}}k{\hspace{+0.198em}}o{\hspace{+0.198em}}n{\hspace{+0.198em}}‹{\hspace{+0.198em}})}} \vspace{-6pt} \emph{Die zeitlich-triadische Zeichenbeziehung einer direkt-visuellen\linebreak Erscheinung (d.i. ggf. auch ein zuvor oder erst späterhin erkanntes bzw. verzeichnetes D.1-Abbild) besteht} \so{\emph{\textbf{erstens}}} \emph{(infolge eines}\linebreak \so{\emph{ungebrochenen Analysewillens)}} \emph{in einem vorbewusst (instinktiv) begründeten bzw. tief verinnerlichten und zwecks eines potenziell als äußerlich vorliegend verzeichenbaren Existierenden (d.i.}\, \so{\emph{›vorbewusstes Objekt‹}}\, \emph{bzw. ›Erstes\linebreak in der Zweitheit‹) extremfall-deduktiv bzw. raumzeitlich formatierend auf Qualia-Kontinua (hier: Sichtbarkeitsgebilde) angewandten Außenwelt-Konzepts (vgl. S. 11f.);} \so{\emph{\textbf{zweitens}}} \emph{im jeweiligen Bild bzw. Sichtbarkeitsgebilde selbst, das hier aber jederzeit nur als bloßes Mittel zur vorbewusst bedingten Verzeichnung (Semiose) bzw. als Verkörperungsmittel (sinnliches Medium) hinsichtlich jenes hypothetischen Außenweltgegenstandes fungieren kann, da dieses aufgrund der vorhergehenden Formatierung (im Visuellen z.B.: Sehen in einer Figur-Hintergrund-Staffelung) bereits in einem raumzeitlich-aktivierten bzw. zweitheitlich-passivierten Zustand\linebreak vorliegt (d.i.} \emph{\,{\hspace{+0.16em}}›{\hspace{+0.16em}}v{\hspace{+0.16em}}o{\hspace{+0.16em}}r{\hspace{+0.16em}}b{\hspace{+0.16em}}e{\hspace{+0.16em}}w{\hspace{+0.16em}}u{\hspace{+0.16em}}s{\hspace{+0.16em}}s{\hspace{+0.16em}}t{\hspace{+0.16em}}e{\hspace{+0.16em}}s{\hspace{+0.16em}}\, Q{\hspace{+0.16em}}u{\hspace{+0.16em}}a{\hspace{+0.16em}}s{\hspace{+0.16em}}i{\hspace{+0.16em}}-{\hspace{+0.16em}}R{\hspace{+0.16em}}e{\hspace{+0.16em}}p{\hspace{+0.16em}}r{\hspace{+0.16em}}ä{\hspace{+0.16em}}s{\hspace{+0.16em}}e{\hspace{+0.16em}}n{\hspace{+0.16em}}t{\hspace{+0.16em}}a{\hspace{+0.16em}}m{\hspace{+0.16em}}e{\hspace{+0.16em}}n{\hspace{+0.16em}}‹{\hspace{+0.16em}}}\linebreak \emph{bzw. ›Zweites in der Zweitheit‹); und schließlich} \so{\emph{\textbf{drittens}}} \emph{in der jeweils vorbewusst bzw. extremfall-abduktiv erschlossenen (d.h. stets hypothetischen) Erkenntnis äußerer Welt in Gestalt eben\linebreak jener direkt-visuellen Erscheinung (d.i.} \so{\emph{›vorbewusster}}\linebreak \so{\emph{Interpretant‹}} \emph{bzw. {[}unmögliches{]} ›Drittes in der Zweitheit‹}\linebreak \so{\emph{bzw. erste bewusste Repräsentation im}}\linebreak \so{\emph{Visuellen {[}d.i. visuelles Ur-Objekt{]}} \emph{bzw.} \emph{›Erstes in der Drittheit‹).}} \clearpage \setlength{\baselineskip}{0.95\baselineskip}{ Denn wenn im Erkenntnisfortgang (Progression) ein Interpretant wiederum als Repräsentamen fungiert, so muss doch auch im Erkenntnisrücklauf (Regression) das Repräsentamen seinerseits als ursprünglicher Interpretant fungieren und zugleich mit einem ihn vorbewusst interpretierenden Quasi-Bewusstsein (d.i. selbst wiederum ein vorbewusst bedingtes Zeichen als die aktiv wirkende Gesamtheit aller intuitiv- oder gar instinktiv-erschlossenen, deduziabelen Konzepte) in Verbindung stehen. ― Für den weiteren, durch ein bestimmtes,\linebreak inneres und äußeres Handeln verursachbaren (weil die Zweit\-heits-Verhältnisse wieder umkehrend) Erkenntnisabstieg mag man hier bereits einen Moment erkennen, in welchem selbst diese vorbewusst bedingte Triade (Peirce: {[}Pseudo-{]}Monade)\linebreak in einen \so{\textbf{echt-monadischen Zustand}} übergeht, indem nämlich das visuelle Empfindungsqualitäts-Kontinuum selbst zum Endziel der drei Denkfunktionen (Repräsentamen;\linebreak Objekt; Interpretant) bzw. als{\hspace{+4.855pt}}{\hspace{+4.455pt}} \mbox{\textbf{({\hspace{+4.855pt}}u{\hspace{+4.855pt}}n{\hspace{+4.855pt}}m{\hspace{+4.855pt}}ö{\hspace{+4.855pt}}g{\hspace{+4.855pt}}l{\hspace{+4.855pt}}i{\hspace{+4.855pt}}c{\hspace{+4.855pt}}h{\hspace{+4.855pt}}e{\hspace{+4.855pt}}s{\hspace{+4.855pt}}!{\hspace{+4.855pt}})}}\linebreak \so{\textbf{›rhematisch-ikonisches Q}\textsuperscript{\hspace{0pt}}\textbf{ualizeichen‹ (d.i. ›Zeichen ohne logische Gestalt, ohne logisches Objekt, ohne logisches Erkenntnispotenzial‹ bzw. ›Erstheits-Ikon‹!)}} bestimmt und sogleich alles Denken durch sich selbst aufgehoben wird \so{(weil jenes aufgrund seiner Grenzen- und Zeitlosigkeit bzw. Trans-Raumzeitlichkeit zugleich ein Erstes,}\linebreak \so{Zweites und Drittes aller Kategorien,}\linebreak \so{aber eigentlich doch nur ein ›nichtiges Nichts‹ bedeutet!).} Anders gesprochen wird durch die mentale Konvergenz aller drei (mental-zeitlich nur getrennt\linebreak voneinander denkbaren und daher als zeitliche Trennmittel fungierenden) Denkfunktionen die aufdeduzierte Sub-Raum-Barriere (allgemein: Gestaltetheit) durchbrochen und eine Anti-{\linebreak}Zeit-Reaktion ausgelöst; und wenn hierbei noch die Anti-Zeit\linebreak der normalen Zeit entgegenoperiert, dann würde sich dieser\linebreak \so{\textbf{anti-perzeptivische Effekt}} in nivellierender\linebreak \mbox{W{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}}i{\hspace{+0.334pt}}s{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}} d{\hspace{+0.334pt}}u{\hspace{+0.334pt}}r{\hspace{+0.334pt}}c{\hspace{+0.334pt}}h{\hspace{+0.334pt}} d{\hspace{+0.334pt}}a{\hspace{+0.334pt}}s{\hspace{+0.334pt}} g{\hspace{+0.334pt}}a{\hspace{+0.334pt}}n{\hspace{+0.334pt}}z{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}} v{\hspace{+0.334pt}}i{\hspace{+0.334pt}}s{\hspace{+0.334pt}}u{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}}l{\hspace{+0.334pt}}l{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}} W{\hspace{+0.334pt}}a{\hspace{+0.334pt}}h{\hspace{+0.334pt}}r{\hspace{+0.334pt}}n{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}}h{\hspace{+0.334pt}}m{\hspace{+0.334pt}}u{\hspace{+0.334pt}}n{\hspace{+0.334pt}}g{\hspace{+0.334pt}}s{\hspace{+0.334pt}}-{\hspace{+0.334pt}}U{\hspace{+0.334pt}}n{\hspace{+0.334pt}}i{\hspace{+0.334pt}}v{\hspace{+0.334pt}}e{\hspace{+0.334pt}}r{\hspace{+0.334pt}}s{\hspace{+0.334pt}}u{\hspace{+0.334pt}}m}\linebreak fortbewegen (d.i. die Aufhebung aller Zweitheit!) und eine\linebreak \so{\textbf{echt-visuelle (d.h. nicht-aisthetische)}}\linebreak \so{\textbf{Einung aller Perzepte und ihrer Nicht-Perzepte im Nicht-Raum und in der}}\linebreak \mbox{\textbf{N{\hspace{+1.767pt}}i{\hspace{+1.767pt}}c{\hspace{+1.767pt}}h{\hspace{+1.767pt}}t{\hspace{+1.767pt}}-{\hspace{+1.767pt}}Z{\hspace{+1.767pt}}e{\hspace{+1.767pt}}i{\hspace{+1.767pt}}t{\hspace{+1.767pt}}}\, bewirken, was zugleich den\,\,\, \textbf{E{\hspace{+1.767pt}}r{\hspace{+1.767pt}}f{\hspace{+1.767pt}}a{\hspace{+1.767pt}}h{\hspace{+1.767pt}}r{\hspace{+1.767pt}}u{\hspace{+1.767pt}}n{\hspace{+1.767pt}}g{\hspace{+1.767pt}}s{\hspace{+1.767pt}}-}}{\linebreak}\so{\textbf{übergang in ein ›unentdecktes Land‹}} bedeutet (d.i. \so{\textbf{Nicht-Perzeption}} $\to$ Propädeutik II: Meister Eckhart). Hier ist der Anfang aller Anfänge; aus diesem absolut Ersten der Erstheit bzw. dessen echt-monadischem Nicht-Sein nährt sich unser ganzes Dasein (ohne doch selbst Dasein zu sein oder auf irgendeinen Geist, auch nicht als bloße Zweitheit, Bezug zu nehmen){\qq}: \so{Dies ist das eigentliche ›Sein‹}\linebreak \so{(Heidegger) bzw. als bloße Sichtbarkeit: das \textbf{Bild an sich} (d.i. die Gesamtheit}\linebreak \so{aller visuell-kontinualen, nicht-raumzeitlichen Sichtbarkeitsgebilde)!} An dieser Stelle wenden wir unseren Blick noch einmal zurück und schauen den epistemisc\so{h-progressiven Weg} (im trans-peirceianistischen Erkenntnismodell) steil hinauf:\linebreak „Berührt`` nämlich der Geist dieses absolut Erste, so ist es\linebreak „verdorben`` (d.i. ein unmögliches ›Zweites in der Erstheit‹ $\to$ CP 1.358) bzw. bloß ein ›Erstes in der Zweitheit‹ (was die \so{Geburt des eigenen Zeit-Konzepts} bedeutet; und erstmals ganz zu Beginn unseres Lebens erfolgt). Hierbei wirkt das Erste aber immer noch lange (vielleicht über Wochen oder gar Monate) als aktives Element auf die bloß passive, noch unreife Geistigkeit. Wenn aber dann der Geist mit seinen Kräften (\emph{z.B.} Einbildungskraft, Urteilskraft usw.) \so{als Vorbewusstsein} erwacht (bzw. seitens der Quasi-Seele gelernt wird, diese zu benutzen) und er aus dem bloßen Spiel der Qualia-Kontinua ein räumliches Außenweltkonzept (samt sinnesanalytischer Methodik) intuitiv erschließt (d.i. das vorbewusst „Letzte`` und zugleich die \so{Geburt des eigenen Raum-Konzepts),} so drehen sich die Verhältnisse in der Zweitheit (d.i. Sinnlichkeit vs. Geistigkeit) um: von nun ab wirkt die Geistigkeit aktiv (mit ihrem intuitiv erschlossenen und vorbewusst angewandten Raumzeit-Konzept bzw. nach Kant: raumzeitlich-formatierend) auf das (scheinbar nur noch) passiv erleidende Qualia-Kontinuum, bis dann selbst aus diesem freien Spiel blinder Kräfte erste Erscheinungen bzw. erste Drittheitsgebilde erwachsen (was sogleich die \so{Geburt eines anfänglichen Bewusstseins und unserer äußeren Wirklichkeit} bedeutet). Für die Existenzlegitimation und Praxis des Bildwissenschaftlers ist es daher von zentraler, ja bildwissenschaftlich-konstitutiver Bedeutung: seine eigene Zweitheit wieder in jene originären Verhältnisse umzukehren (sodass das Bild wieder als das ›Erste in der Zweitheit‹ wirken kann) und das Bild zudem noch aus aller Zweitheit bzw. Zeitlichkeit herauszulösen, um die reine Sichtbarkeit wieder als ein ›Erstes in der Erstheit‹ bzw. ein ›verborgenes Bild‹ (Meister Eckhart, visuell gedeutet) quasi-erfahren zu können. Dies ist nach Konrad Fiedler,\,\, \so{in\, willentlich reversibler Weise,} aber nur mittels eigener, zugleich ausdauernder (langjähriger!) \so{sichtbarkeitskomponierender Tätigkeit}\, möglich und kann auch nicht durch begriffliche Vermittlung, qualia-fokussierende oder bloß -versenkende Meditation (vgl. Negativ-Beispiele: Peirce,\linebreak Kant und Meister Eckhart!) oder die Anschauung alleine erwirkt werden (vgl. Negativ-Beispiel: Imdahls Ikonik)! Anschließend muss zudem weiterhin (d.h. während der gesamten Zeitspanne bildwissenschaftlicher Tätigkeit), im steten Kontext eigener Sichtbarkeitsgestaltungen, der Wechsel in diesen entzeichneten Seh- und Empfindungsmodus unablässig geübt und gefestigt werden, um hierdurch überhaupt die eigentliche, bildsyntaktisch(!)\linebreak bedingte Bedeutungswirkung jeweiliger Sichtbarkeitsgebilde quasi-erfassen und diese für das eigene bildnerische und bildwissenschaftliche Fortkommen quasi-nutzbar zu machen ($\to$ Kap. 2.2f. und Kap. 3.2)!} \newpage \setlength{\baselineskip}{0.874\baselineskip}{ \emph{\textbf{Zusammenfassende Definitionen beider Sehmodi:}} \par \vspace{+6pt} \emph{({\hspace{+0.185em}}1{\hspace{+0.185em}}){\hspace{+0.185em}}\, Das\,\, ({\hspace{+0.185em}}d{\hspace{+0.185em}}i{\hspace{+0.185em}}r{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}k{\hspace{+0.185em}}t{\hspace{+0.185em}}-{\hspace{+0.185em}}v{\hspace{+0.185em}}i{\hspace{+0.185em}}s{\hspace{+0.185em}}u{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}l{\hspace{+0.185em}}l{\hspace{+0.185em}}){\hspace{+0.185em}}\,\, \textbf{v{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}r{\hspace{+0.185em}}z{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}i{\hspace{+0.185em}}c{\hspace{+0.185em}}h{\hspace{+0.185em}}n{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}n{\hspace{+0.185em}}d{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}\,\,\, S{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}h{\hspace{+0.185em}}e{\hspace{+0.185em}}n}}\linebreak \emph{stellt allgemein einen jederzeit dynamisch agierenden, semio\-sphärischen (d.h. pseudo-sinnlichen) Analysevorgang hinsichtlich gegebener Sichtbarkeitsgebilde dar: stets wird hierbei jeweils, mittels einer (vor)bewusst abduktiv, induktiv und/oder deduktiv\linebreak schlussfolgernden Gestaltfindung, eine visuelle Figur vor einem,\linebreak von ihr visuell unterschiedenen Hintergrund hervorgehoben\linebreak (vgl. auch Kap. 1.3.2), welche mit ihrer potenziellen Gesamtschau, Abfolge oder auch nur mit anderen Erscheinungen in zeitlich abhängiger Beziehung steht.} \par \vspace{+6.1pt} \emph{({\hspace{+0.195em}}2{\hspace{+0.195em}}){\hspace{+0.195em}}\,\, D{\hspace{+0.195em}}a{\hspace{+0.195em}}s{\hspace{+0.195em}}\,\, ({\hspace{+0.195em}}d{\hspace{+0.195em}}i{\hspace{+0.195em}}r{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}k{\hspace{+0.195em}}t{\hspace{+0.195em}}-{\hspace{+0.195em}}v{\hspace{+0.195em}}i{\hspace{+0.195em}}s{\hspace{+0.195em}}u{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}l{\hspace{+0.195em}}l{\hspace{+0.195em}}){\hspace{+0.195em}}\,\, \textbf{e{\hspace{+0.195em}}n{\hspace{+0.195em}}t{\hspace{+0.195em}}z{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}i{\hspace{+0.195em}}c{\hspace{+0.195em}}h{\hspace{+0.195em}}n{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}t{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}\,\, S{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}h{\hspace{+0.195em}}e{\hspace{+0.195em}}n}}\linebreak \emph{unterbindet hingegen, in Abhängigkeit zur eigenen sichtbar\-keitskomponierenden Tätigkeitserfahrung (und des Willens), die Anwendung sämtlicher bis dato angeeigneter, pseudo-sinnlicher Analyse-Methoden und -Reflexe. Dieser Sehmodus gründet sich daher auch weder auf physisch-materielle, planimetrisch-abstrakte oder irgendwelche andere (z.B. begrifflich affizierte) Verzeich\-nungsweisen noch bringt es diese gar hervor. Seine dynamischen Totalitätsprodukte sind daher von \so{nicht-aisthetischer bzw. echt-sinnlicher} Natur und können als individuelle, ja dem Lebensfunken selbst entspringende (vgl. Kap. 2.3) \mbox{s{\hspace{+0.137em}}o{\hspace{+0.137em}}-{\hspace{+0.137em}}u{\hspace{+0.137em}}n{\hspace{+0.137em}}d{\hspace{+0.137em}}-{\hspace{+0.137em}}n{\hspace{+0.137em}}i{\hspace{+0.137em}}c{\hspace{+0.137em}}h{\hspace{+0.137em}}t{\hspace{+0.137em}}-{\hspace{+0.137em}}a{\hspace{+0.137em}}n{\hspace{+0.137em}}d{\hspace{+0.137em}}e{\hspace{+0.137em}}r{\hspace{+0.137em}}s{\hspace{+0.137em}}-{\hspace{+0.137em}}s{\hspace{+0.137em}}e{\hspace{+0.137em}}i{\hspace{+0.137em}}e{\hspace{+0.137em}}n{\hspace{+0.137em}}d{\hspace{+0.137em}}e\,\, S{\hspace{+0.137em}}i{\hspace{+0.137em}}c{\hspace{+0.137em}}h{\hspace{+0.137em}}t{\hspace{+0.137em}}b{\hspace{+0.137em}}a{\hspace{+0.137em}}r{\hspace{+0.137em}}k{\hspace{+0.137em}}e{\hspace{+0.137em}}i{\hspace{+0.137em}}t{\hspace{+0.137em}}s{\hspace{+0.137em}}g{\hspace{+0.137em}}e{\hspace{+0.137em}}b{\hspace{+0.137em}}i{\hspace{+0.137em}}l{\hspace{+0.137em}}d{\hspace{+0.137em}}e}\linebreak samt einer so-und-nicht-anders-seienden Gemütswirkung (vgl. Kap. 2.2f.) \so{quasi-erfahren, niemals aber} für andere, der Heranbildung dieser Quasi-Erfahrung ermangelnden Menschen beschrieben \so{(allerhöchstens: umschrieben)}\linebreak werden. Dieses}{\hspace{+0.198em}}\,\, \bigsmallcaps{\textbf{f{\hspace{+0.198em}}o{\hspace{+0.198em}}r{\hspace{+0.198em}}m{\hspace{+0.198em}}a{\hspace{+0.198em}}l{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}\,\, s{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}h{\hspace{+0.198em}}e{\hspace{+0.198em}}n}}\,\footnote{Denn als Korrekturfassung Kantischen Formsehens (›formale Anschauung‹) und der Peirceschen ›Erfahrung des reinen Ikons‹ richtet sich das entzeichnete Sehen niemals auf die ›Materie der Sichtbarkeitsgebilde‹ (d.s. visuelle Qualia), sondern nur auf das\,\,\, \so{\textbf{visuell-kompositionale}}\linebreak \so{\textbf{Flecken- bzw. auch Rhythmus-Gefüge (d.i. die jeweilige Totalitätsordnung) derselben,}} d.i. die eigentliche ›Form der Sichtbarkeitsgebilde‹ (bzw. noch tiefgründiger mit Meister Eckhart gesprochen, obgleich scheinbar noch unverständlicher):\linebreak \bigsmallcaps{{\textbf{„o{\hspace{+0.193em}}\, g{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}u{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}d{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}}o{\hspace{+0.193em}}s{\hspace{+0.193em}}\, t{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}f{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}r\, a{\hspace{+0.193em}}b{\hspace{+0.193em}}g{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}u{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}d{\hspace{+0.193em}},{\hspace{+0.193em}}\, i{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}m\linebreak m{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}t{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}}\, b{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}s{\hspace{+0.193em}}t{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}u{\hspace{+0.193em}}\, f{\hspace{+0.193em}}o{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}m{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}},{\hspace{+0.193em}}\, i{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}\, \mbox{f{\hspace{+0.193em}}o{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}m{\hspace{+0.193em}}}\, b{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}s{\hspace{+0.193em}}t{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}u{\hspace{+0.193em}}\, m{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}t{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}i{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}}.{\hspace{+0.193em}}``{\hspace{+0.193em}},{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}.{\hspace{+0.193em}}h{\hspace{+0.193em}}.{\hspace{+0.193em}}\, f{\hspace{+0.193em}}ü{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}\, d{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}s\linebreak \uuline{f{\hspace{+0.193em}}o{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}m{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}}e}{\hspace{+0.193em}}\, \underline{s{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}h{\hspace{+0.193em}}e{\hspace{+0.193em}}n}{\hspace{+0.193em}}:{\hspace{+0.193em}}\, \uuline{f{\hspace{+0.193em}}o{\hspace{+0.193em}}r{\hspace{+0.193em}}m}}{\hspace{+0.193em}} ={\hspace{+0.193em}} \textbf{\underline{i{\hspace{+0.193em}}n{\hspace{+0.193em}}h{\hspace{+0.193em}}a{\hspace{+0.193em}}l{\hspace{+0.193em}}t}}}}{\hspace{+0.193em}}\, (vgl. Kap. 1.3.2ff.). Somit gibt es im Sichtbarkeitsuniversum auch keine absoluten, visuellen Form- oder Farbqualitäten ›an sich‹ (welche ja Verzeichnungen bedeuten würden), sondern immer nur hinsichtlich ihrer aktuellen Beziehung zum Visuell-Ganzen. Dies ist zugleich die Erklärung für die im Wahrnehmungs-Universum beobachtbare Merkwürdigkeit, dass keine (visuell-verzeichneten) Formen oder Farben ›an sich‹ existieren, sondern bloß im Kontext ihrer jeweiligen visuellen Hintergründe qualitativ bestimmt und beschrieben werden können.}\,\, \emph{ist Inbegriff und\linebreak Äußerungsform aller Sichtbarkeitsgebilde \so{und} ihrer Wirkungen und entschränkt sich in seiner Anwendung zugleich auf jeden sichtbaren Bereich des semiosphärischen Universums.}} \newpage \setlength{\baselineskip}{0.95\baselineskip}{ Obgleich sich das im entzeichneten (formalen) Sehen direkt zeigende, potenziell höchsten Sinn stiftende Sichtbarkeitsuniversum allen Wissenschaften bislang verborgen blieb (gleich dem dritten Bruder der Königstochter: Einleitung) und auch niemals\linebreak \so{wesenhaft} beschrieben werden kann (aufgrund seines ›überwesenden Wesens‹; vgl. Kap. 2.3), so lassen sich dennoch\linebreak und gerade auch aus der Feder des Gründungsvaters der modernen Semiotik, nämlich Charles Sanders Peirce höchstpersönlich, Vorhersagen darüber finden, was man innerhalb desselben erblicken bzw. was man dort gerade nicht mehr antreffen würde: \par \vspace{+12pt} % Zweispaltiges Zitat \renewcommand{\baselinestretch}{0.80}\selectfont \begin{parcolumns}{2} % Zwei Spalten für das Zitat \colchunk{\selectlanguage{ngerman}\scalefont{0.80}{Betrachten Sie irgendetwas an sich {[}...{]}. Konzentrieren Sie sich auf das Ganze und widmen Sie den Teilen keinerlei Aufmerksamkeit. Man kann sich der Vollendung dieses Vorgangs gerade genug annähern, um zu erkennen, dass man als Ergebnis seiner vollkommenen Ausführung, im Bewusstsein jenes Moments, nichts anderes als \so{eine} Empfindungsqualität erfahren würde. Diese Empfindungsqualität hätte an sich, so wie sie in diesem Augenblick betrachtet wird, keine Teile. Sie würde anders sein als jede andere Empfindungsqualität. An sich würde sie noch nicht einmal irgendeiner anderen ähneln; denn Ähnlichkeit hat ihr Dasein nur im Vergleich. {[}...{]}}} \par \colchunk{\selectlanguage{english}\scalefont{0.80}{(CP 1.318) Contemplate anything by itself {[}...{]}. Attend to the whole and drop the parts out of attention altogether. One can approximate nearly enough to the accomplishment of that to see that the result of its perfect accomplishment would be that one would have in his consciousness at the moment nothing but a quality of feeling.\,This quality of feeling would in itself, as so contemplated, have no parts.\,It would be unlike any other such quality of feeling. In itself, it would not even resemble any other; for resemblance has its being only in comparison. {[}...{]}}} \par \end{parcolumns} \par \mbox{ } % Zweispaltiges Zitat \begin{parcolumns}{2} % Zwei Spalten für das Zitat \colchunk{\selectlanguage{ngerman}\scalefont{0.80}{\emph{Diese} {[}\emph{unentdeckte}{]} Welt wäre {[}...{]} eine Qualität unanalysierter \emph{Sinnes-}Empfindung. Hier würde völlige Abwesenheit von \emph{Zweitheit} herrschen. Ich kann sie nicht Einheit nennen; denn sogar Einheit setzt Mehrzahl voraus. Ich könnte ihre Form als Erstheit {[}...{]} oder Originalität bezeichnen. Es würde etwas sein, \so{das ist, was es ist, ohne Bezug auf etwas anderes} innerhalb oder außerhalb desselben, unabhängig aller {[}\emph{physikalischen}{]} Kraft und aller {[}\emph{logischen}{]} Vernunft.}} \par \colchunk{\selectlanguage{english}\scalefont{0.80}{(CP 2.85) \emph{This} {[}\emph{undiscovered}{]} world would be {[}...{]} a quality of unanalyzed feeling. Here would be an utter absence of binarity. I cannot call it unity; for even unity supposes plurality. I may call its form Firstness, {[}...{]} or Originality. It would be something \so{which is what it is without reference to anything else} within it or without it, regardless of all {[}\emph{physical}{]} force and of all {[}\emph{logical}{]} reason.} \par \vspace{+6pt} \selectlanguage{ngerman}\scalefont{0.95}{{[}Sperrdruck u. kursive Einfügung: J.F.{]} }} \end{parcolumns} \par \vspace{+16pt} \setlength{\baselineskip}{1.25\baselineskip}{ \emph{Die Vorstellung der Realexistenz einer ›ikonischen‹ Sichtbarkeit bzw. eines solchen Unterscheidungsmoments in der ›direkten‹ Sicht\-barkeit ist der Urkeim aller abbildtheoretischen Probleme und Fehlannahmen sowie Ursache der Existenz und des Getrenntseins beider prä-abbildwissenschaftlichen (phänomenologischen) Hauptströmungen (vgl. 1.2.2.1ff.), welche allesamt aufgehoben bzw. zur} \mbox{\emph{t{\hspace{+2.706pt}}r{\hspace{+2.706pt}}a{\hspace{+2.706pt}}n{\hspace{+2.706pt}}s{\hspace{+2.706pt}}-{\hspace{+2.706pt}}p{\hspace{+2.706pt}}e{\hspace{+2.706pt}}i{\hspace{+2.706pt}}r{\hspace{+2.706pt}}c{\hspace{+2.706pt}}e{\hspace{+2.706pt}}i{\hspace{+2.706pt}}a{\hspace{+2.706pt}}n{\hspace{+2.706pt}}i{\hspace{+2.706pt}}s{\hspace{+2.706pt}}t{\hspace{+2.706pt}}i{\hspace{+2.706pt}}s{\hspace{+2.706pt}}c{\hspace{+2.706pt}}h{\hspace{+2.706pt}}e{\hspace{+2.706pt}}n{\hspace{+2.706pt}}\,\,\, P{\hspace{+2.706pt}}h{\hspace{+2.706pt}}ä{\hspace{+2.706pt}}n{\hspace{+2.706pt}}o{\hspace{+2.706pt}}m{\hspace{+2.706pt}}e{\hspace{+2.706pt}}n{\hspace{+2.706pt}}o{\hspace{+2.706pt}}l{\hspace{+2.706pt}}o{\hspace{+2.706pt}}g{\hspace{+2.706pt}}i{\hspace{+2.706pt}}e}}}\linebreak \emph{zusammengeführt werden müssen (denn imago-Phänomenologie ist als Erscheinungsreligionswissenschaft bloß Teil derselben oder zusammen mit der Ästhetik: ein Nichts, d.h. eine falsche Theorie;\linebreak vgl. Kap. 1.2.2.2 und 1.1). Anders ausgedrückt steht ohne die grund\-legende Annahme einer materiellen (A) oder bloß sichtbar gedachten, aber dennoch materiell fundierten (B) oder mental-doppelbödig gedachten (C) Unterschiedenheit gegebener Sichtbarkeit: in eine nichtabbildhaft oder bloß schwachabbildhaft empfundene (Verzeichnung als ›visuelle Welt‹, ›Planimetrie‹ usw.) und genuin abbildhaft gedeutete (Verzeichnung als ›gegenständliche Fotografie‹ etc.) die junge Prä-Disziplin (noch vor ihrer eigentlichen Gründung) vor ihrer Selbstauflösung bzw. Eingliederung in die Erscheinungswissenschaft obiger Art. In der Gesamtschau unserer bisher gewonnen Erkenntnisse muss ihre Zerschlagung an dieser Stelle nun aber auch endlich bewusst und unwiderruflich vollzogen werden, denn die Welt der Sichtbarkeit kann, entgegen aller begrifflichen Spaltungsversuche, nur als} \so{\emph{Totalität aller kontinualen Sichtbarkeitsgebilde und ihrer Gemütswirkungen}} \emph{aufgefasst werden.} \emph{Ist damit das vorzeitige Ende der alten, neuen Wissenschaft des Abbildes (d.h. bloß visueller Erscheinungen) besiegelt, erscheint am morgendlichen Horizont menschlichen Erkenntnisstrebens sogleich eine neue Gestalt, nämlich: die eigentliche} \so{\emph{Wissenschaft der Sichtbarkeit (d.i. Postmodernistische Bildwissenschaft)! ―}} \emph{Diese wiederum wird nicht der baryonischen Materie (Naturwissenschaft) oder insgesamt dem logischen Erkenntnisstreben (trans-peirceianistischer Semiotik), sondern dem Menschen und seiner Sinnlichkeit sowie letzterer,\linebreak innerster Gesetzgebung und Wesenheit fundamental verpflichtet\linebreak sein; doch wird sie auch nicht das Schwert erheben, um die Geister\linebreak von der Natur loszuschlagen, sondern wird Brücken bauen in alle Welt, um sich mit dieser in eine freundschaftliche und beiderseits ertragreiche Beziehung zu setzen; auch das Bild wird seine\linebreak Rehabilitierung finden und wieder zum Inbegriff allen Bestrebens emporsteigen: ›das‹ Bild sei Synonym für Sichtbarkeit, ›ein‹ Bild hingegen für ein jeweiliges, kontinuales Sichtbarkeitsgefüge: aus der alten (pränatalen) erwächst sogleich die neue Bildwissenschaft, welche die vorherigen Fragestellungen in sich aufnimmt und auf die Frage des Menschen selbst zurückführt.} \par \mbox{ } \emph{Beginnen wollen wir diese neue Wissenschaft mit einer Unter\-suchung der Voraussetzungen aller Sichtbarkeit oder der Frage des nächsten Kapitels:} \so{\emph{›Was ist ein Bildmedium?‹.}}\footnote{An dieser Stelle beginnt zugleich spätestens die Fortsetzung bzw. der quasi-dritte Band der ›Propädeutik zur Sinnlichkeit‹.}} \end{document}