%Präambel \documentclass[11pt]{memoir} %memoir sei besser als scrbook \paperwidth=12.5cm %Seitenbreite \paperheight=19cm %Seitenhöhe % Schriftpakete für Linux Libertine \usepackage{libertine} % Linux Libertine O als Schriftfamilie \usepackage[libertine]{newtxmath} % Passende Mathematik-Schriftart und um Pfeile richtig darzustellen % Unterstützung für mehrsprachigen Text (Deutsch als Hauptsprache, Ukrainisch möglich) einschl. Silbentrennung \usepackage[ngerman]{babel} % Direkte Eingabe von UTF-8-Zeichen \usepackage[LGR,T1]{fontenc} % T2A für kyrillische Zeichen, T1 für Latein und zur Darstelllung französischer Anführungszeichen %Für griechische Buchstaben: \usepackage[utf8]{luainputenc} \usepackage{textalpha} % \usepackage{textcase} \usepackage{graphicx} % Bilder einfügen in der figure-Umgebung mittels Befehl \includegraphics{name_des_bildes.jpg} \usepackage{wrapfig} %hiermit können Bilder mit Text umflossen werden!!! \usepackage{caption} \captionsetup{labelformat=empty} % Neuer Kapitälchen-Befehl für Small Caps inklusive Großbuchstaben \newcommand{\smallcaps}[1]{\textsc{\MakeTextLowercase{#1}}} \usepackage{scalefnt} % Ermöglicht Skalierung mit \scalefont{} % Neuer Befehl: Nur Small Caps um 2 pt größer machen \newcommand{\bigsmallcaps}[1]{{\scalefont{1.2}\textsc{#1}}} % Fußnoten-Pakete \usepackage{footmisc} % Erweitert Fußnoten \usepackage{bigfoot} % Zerlegt große Fußnoten automatisch \usepackage{manyfoot} %normal-breites Durchstreichen von Worten \usepackage[normalem]{ulem} %Griechische Buchstaben im Text, einfach mit libreWriter schreiben und gut ist \usepackage{textgreek} %für dt. Anführungszeichen zwecks Zitate, intext-Befehl ist backslash-enquote \usepackage{csquotes} %Seitenränder \usepackage[ twoside, % zweiseitiger Druck inner=12mm, % innerer Rand outer=14mm, % rechter Rand top=9mm, % oberer Rand bottom=15mm, % unterer Rand bindingoffset=0mm, heightrounded ] {geometry} %Mikrotypografie; für automatische Zeichenabstandskorrekturen; die zweite Zeile ist dafür da, um den lästigen Hinweis, dass kein aktueller Patch existiert, nicht mehr erscheint \usepackage{microtype} \microtypesetup{nopatch=footnote} %Seitenzahlen-Paket \usepackage{scrlayer-scrpage} % Fußnotensymbol als Hochzahl \makeatletter \renewcommand\@makefnmark{\textsuperscript{\@thefnmark}} % Hochgestellte Fußnotennummern \renewcommand\@makefntext[1]{% \noindent\hbox{\@makefnmark} #1% } \makeatother \setlength{\emergencystretch}{1em} % zusätzlicher Abstand bei Worten erlauben, wenn keine Trennung in einer Zeile möglich ist, sodass keine Zeilen über den Textrand hinausragen %Sperrdruck, mit intext-Befehl \so \usepackage{soul} %Beide sind wohl wichtig für dt-eng. Ausgabe auf 2 Seiten \usepackage[series={A},noend,noeledsec,noledgroup]{reledmac} \usepackage{reledpar} %für deutsche Spezial-Strich-Zeichen \usepackage{newunicodechar} %Dies würde den Text immer vollkommen von oben nach unten füllen \flushbottom \setlength{\skip\footins}{7pt} % Reduziert den Abstand zwischen Haupttext und Fußnoten \setlength{\parskip}{0pt} % Kein Abstand zwischen Absätzen %Zum rechten Einschub für Zitate mit dem Befehl \\begin{rightquote}{...}\end{rightquote} : \newenvironment{rightquote} {\begingroup\leftskip=8mm\noindent} {\par\endgroup} % für ca. 1/4-Spatium mit Befehl \qq, weil 1 Spatium ca. 0.5em entspricht und 0.125em noch zu groß erscheint, daher 0.08! \newcommand{\qq}{\hspace{0.08em}} \newcommand{\yy}{\hspace{-0.08em}} \hyphenation{welchen} \hyphenation{jedem} \hyphenation{immer} \hyphenation{Roes-ler} \hyphenation{Rezep-ti-on} \hyphenation{Sinnes-produkt} \hyphenation{Seh-modus} \hyphenation{daher} \hyphenation{Natur-wissenschaft} \hyphenation{Bild-medien-handbuch} \hyphenation{eine} \hyphenation{epochal} \hyphenation{super-bild-mediale} \hyphenation{gefördert} \hyphenation{eigen-gesetzlichen} \hyphenation{Eigen-schaften} \hyphenation{Eigen-schaften} \hyphenation{Hin-ter-grund-form} \hyphenation{flächen-haften} \hyphenation{Sig-nale} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% ABB 1 + 2 %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \begin{document} %Verhinderung von Ein- oder Zwei-Zeilern auf neuen/alten Seiten: \clubpenalty=10000 % verhindert Absatzbeginn am Seitenende \widowpenalty=10000 % verhindert Absatzende auf neuer Seite % Seitenzahlen-Layout % Seitenzahlen-Layout \pagestyle{scrheadings} % Aktiviert Kopf- und Fußzeilen \clearpairofpagestyles % Löscht Standard-Kopf- und Fußzeilen \ofoot{\pagemark} % Seitenzahl außen platzieren \setlength{\footskip}{6.5mm} % WICHTIGER Abstand von Textbereich zur Fußzeile (Seitenzahl-Position) % Startseite und Seitenzahl \setlength{\parindent}{0em} % Kein Einrücken bei Absätzen \setcounter{page}{157} % Setzt die Start-Seitennummer \setcounter{footnote}{0} % Fußnotenzähler auf 0 setzen %%%%% EIGENTLICHER TEXT-BEGINN %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \textbf{{1.3.\,} \bigsmallcaps{›{\qq\qq}was ist ein bildmedium\,?\,‹}} \par \vspace{+22pt} \textbf{1.3.1. Zur Etymologie und Bedeutung des Medienbegriffs} \par \vspace{+6pt} \setlength{\baselineskip}{1.03\baselineskip}{ Das lateinische ›Medium‹ bedeutet „das in der Mitte Befindliche,\linebreak aber auch Zwischenraum, Unterschied und Vermittlung, des Weiteren Gemeinwohl und Öffentlichkeit``, d.h. „der Ort, wo etwas öffentlich vorgelegt, verhandelt wird, wo jemand öffentlich auftritt`` (Roesler 2005: 150; Schulte-Sasse 2002: 1). In der Verwendung als semiotisch definiertes \so{›vermittelndes Element‹} haben sich seit der zweiten Hälfte des 18. Jh. zwei, seit der Mitte des 20. Jh. zwei unterschiedlich dominante Bedeutungsvarianten herauskristallisiert (vgl. Schulte-Sasse 2002: 1): in seiner \so{›schwachen‹} Bedeutung wird ›Medium‹ als ein \so{Mittel} im Sinne eines „Mittel-Zweck-Verständnisses``, in der \so{›starken‹} als eine \so{Vermittlung} aufgefasst. Der für die Kommunikationswissenschaft (\emph{allgemein}: Semiotik) so zentrale Begriff, einschließlich seiner zweideutigen Semantik, brachte zwei ebenso divergierende Auffassungen von Kommunikationsvorgängen hervor: nach seiner schwachen Bedeutung sei ein ›Medium‹ bloßes Informations- und Kommunikationsmittel, welches „auf das Übertragene nicht zwangsläufig einwirkt``. Das ›Medium‹ bleibt hier „Instrument``; gemäß seiner starken Bedeutung sei ein ›Medium‹ hingegen kein passives Werkzeug (d.i. Mittel), sondern ein aktiv vermittelndes ›Dazwischen‹ (vgl. Roesler 2005: 151, 153) und stellt einen „Träger von Informationen`` dar, „der diese nicht mehr oder weniger neutral vermittelt, sondern sie grundsätzlich prägt, sich ihnen medienspezifisch einschreibt und dadurch dem menschlichen Zugriff auf Wirklichkeit {[}sic!{]} Form {[}d.i. \emph{bei uns}: Sichtbarkeit; J.F.{]} verleiht. Den Medien wird hier eine nicht steuerbare {[}sic!{]}, von ihrer Form stärker als ihrem {[}verzeichneten; J.F.{]} Inhalt beeinflusste Wirkung zugeschrieben; ein Medienwechsel {[}d.i. \emph{bei uns}: eine sichtbare, materielle o.ä. Änderung der Art und Weise, wie die zwecks Kommunikation verzeichneten und einem bestimmen Zeichensystem zugeordneten Sichtbarkeitsgestalten grundsätzlich in Erscheinung treten; J.F.{]} soll die Sinneswahrnehmung der Menschen verändern`` (Schulte-Sasse 2002: 1). Die Frage, ob Medien, definiert als pseudo-sinnliche Zeichensysteme, neben ihrer eigentlichen, begrifflichen Botschaft auch noch eine zweite zu transportieren und damit jenen ersteren „Sinn zu beeinflussen oder zu bestimmen`` im Stande sind (vgl. Roesler 2005: 166), muss in Kenntnis des Kap. 1.2.2.4 als entschieden gelten: Zeichensysteme benötigen zu ihrer Konstitution immer auf materiellen Voraussetzungen gründende und durch Sinnesvorgänge erzeugte und zugleich annähernd reproduzierbar angenommene Sichtbarkeiten, Hörbarkeiten etc.; das jeweils verzeichnete, individuell so-und-nicht-anders erscheinende Sinnes\-produkt ›legt‹ zugleich (im übertragenen Sinne gesprochen) jedem Verzeichnungsresultat (d.i. die Pragmatik desselben) immer eine \so{bestimmte} (d.h. quasi inter-individuelle, obgleich stets kulturell- und umweltgeprägte), \so{emotional bedingte} und (im Falle der Voraussetzung eines Menschen, der jenes Sinnesprodukt \so{komponierte)} keineswegs dem Zufall überlassene Wirkung bei, welche sich im Akt der Rezeption und Interpretation \so{immer} als eine Art \so{zweiter, meist aber nur vorbewusst wirkender}\linebreak (obgleich die epistemische Erkenntnis stets in starkem Maße beeinflussender) Inhalt oder gar als eine unbewusste Einflussnahme (auf den Willen des Betrachters) niederschlägt (vgl. Kap. 2.2).\linebreak \setlength{\baselineskip}{1.01\baselineskip}{ Was ist aber nun ein \so{›Bildmedium‹? --} Obgleich auffassbar als semiotisch beschreibbares (\emph{eher:} bloß umschreibbares) und zur sog. ›Abbildkommunikation‹ verwendbares \so{›Abbildkommunikationsmittel‹} (\emph{z.B.} geordnet nach dem abbildsyntaktisch hergeleiteten System der sog. ›neuen Abbildmedien‹: Fotografie, Kino, Fernsehen usw.; oder allgemeiner Herstellungstechniken: schmieden, drucken usf.) zeigt eine medienwissenschaftliche Überprüfung dieser Begriffsauslegungsthese, dass eine zumindest in den allgemeinsten Zügen ausgearbeitete Abbildmedientheorie oder bloß auch nur eine zu dieser Theorie hinführende, abbildsemiotische Grundlagendiskussion bis auf den heutigen Tag gar nicht existiert\footnote{Der Beltingsche Abbildmedienbegriff, auf welchen heute so oft -- bezüglich einer solchen Theorie -- zurückgegriffen wird, ist nicht erkenntnistheoretisch, sondern religiös fundiert (vgl. Kap. 1.2.2.2). Selbst das quantitativ große bzw. bloß kompilatorisch (d.h. geist- und erfahrungslos) angelegte DFG-Netzwerk ›Bildphilosophie‹ (Wiki-Glossar; erreichbar über www.bildwissenschaft.org: Netzwerk) vermochte keine allgemeingültige Abbildmedientheorie zutage zu fördern: „missliche Gemengelage`` (Aus: Lemma ›Bilder als Medien‹; Stand: 19.12.13).}:} \par \mbox{ } \begin{rightquote}{\scalefont{0.85}{„Bezeichnenderweise fehlt {[}...{]} eine Theorie der {[}Ab{]}Bildmedien im Besonderen.`` (Schulz 2005: 102; HV: J.F.)}} \end{rightquote} \par \mbox{ } \setlength{\baselineskip}{1.02\baselineskip}{ Die \so{›Theorielosigkeit des Abbildmedienbegriffs‹} führt dazu, dass die Begriffe ›Abbildwissenschaft‹ und ›Abbildmedienwissenschaft‹ nicht selten synonym verwendet werden (\emph{z.B.} Kruse 2003: 19f.); aber selbst wenn eine ordentliche Theorie Bestand hätte, so vermöchte sie uns doch kaum Interesse abzuringen: scheint doch selbst die semiotische Grundlagentheorie kaum einen Kommunikationswissenschaftler (d.i. zumeist ein Repräsentant angewandter Pseudo-Semiotik) je erreicht zu haben (vgl. Kap. 1.2.2.1); des Weiteren muss eine Abhängigkeit des ›Bildmedienbegriffs‹ von der jeweiligen Definition des ›Bildes‹ postuliert werden. -- Für unsere eigenen Fundamente brauchen uns aber (da wir Bild nicht als Abbild definieren) die hausgemachten Probleme der Semiotik und Pseudo-Semiotiken gar nicht zu interessieren; vielmehr fühlen wir uns nun unsererseits dazu befähigt (weil mit hinreichender Legitimität ausgestattet), die ersten Umrisse einer echten Bild- und Abbildmedientheorie{\qq}\footnote{Da es sich bei einem ›Abbildmedium‹ lediglich um eine, für abbildsemantische Zwecke \so{verwendet oder verwendbar gedachte,} abbildsyntaktische Sichtbarkeitsverzeichnung handeln kann (obgleich einem epistemischen Abbildsyntax-System zuordbar: stoffliches Material, planimetrische Geometrie usf.), bedarf es, weil der abbildsyntaktisch-abbildsemantische Verzeichnungswechsel bereits geklärt wurde (vgl. Kap. 1.2.2.3f.), bloß noch einer \so{Bildungs- und Auflösungstheorie derselben überhaupt} (sodass wir von dieser Position aus endlich wieder rückwärts {[}\emph{für uns}: vorwärts{]}, nicht bloß vorwärts {[}\emph{für uns}: rückwärts bzw. auf der Stelle tretend{]} im Gemüt streben und in Kenntnis bildmedialer Grundlagen dabei noch gar das unsagbare Wesen ganzheitlicher Sichtbarkeit quasi-erforschen können).} selbst abzustecken. Will man hierin aber sogleich auch verhindert wissen, dass die Begriffe \so{›Bildmedium‹} und \so{›Abbildmedium‹} in Zukunft wieder zusammengeworfen werden, so muss im Vorfeld bereits das Folgende festgehalten werden: dass sich nämlich jedes Abbildmedium (aufgrund seiner Abhängigkeit vom ›Bildbegriff‹) unzweifelhaft und jederzeit auf zumindest ein -- materiell gedachtes -- Bildmedium (sowie das ›Licht‹ und\linebreak den zur Lichtrezeption befähigten Menschen) gründet.}} \par \clearpage \setlength{\baselineskip}{0.993\baselineskip}{ \textbf{1.3.2. Bildmedien und Bildmedienwissenschaft}\par \vspace{+6pt} \setlength{\baselineskip}{1.03\baselineskip}{ Ein \so{Bildmedium} sei kein „Mittel{[},{]} zum Begriff`` (Fiedler 1913: I, 44), sondern ein \so{Mittel von und für Sichtbarkeit:} Die Erforschung aller materiellen, aber auch technischen, stets in anderer Art und Weise vorliegenden Bedingungen, welche letztlich zum \so{So-und-nicht-anders-sein}\linebreak \so{eines jeweiligen Sichtbarkeitsgebildes (Bild)} beitragen oder bloß potenziell beitragen könnten, sei das Betätigungsfeld der \so{Bildmedienwissenschaft.} \emph{Was aber sind nun die Mittel der Sichtbarkeit?} --- \so{Erste Ursache aller Sichtbarkeit ist die (baryonische) Materie}\,\footnote{›Materie‹ sei definiert als der \emph{unsichtbare} (d.h. bloß vorstellbare), atomare und molekulare Aufbau (samt physikochemischen Eigenschaften und Wechselwirkungen) als Bedingung der Möglichkeit des mikro- und makroskopisch verzeichenbaren ›Materials‹ unter Einschluss des Substanzbegriffs (vgl. Kirchner 1998: 401).},\, d.s. die ›Dinge an sich‹ (aller Aggregat\-zustände) samt ihrer physikochemischen Eigenschaften und Vorgänge sowie die \so{elektromagnetische Strahlung (›Photonen‹) im Wellenlängenbereich zwischen etwa 380 und 760 nm (›Licht‹)}; dies sind die \so{ersten} bzw.\, \mbox{\so{\textbf{(α) primären}}} \mbox{\so{\textbf{Bildmedien},}} unter welchen das später sichtbare ›Licht‹, \emph{z.B.} ausgesandt von selbstleuchtenden oder bloß beleuchteten ›Dingen an sich‹ bzw. ›physikalischen Objekten‹, an die erste Stelle gesetzt sei; der lebende und gleichfalls zum Sehen befähigte, ebenso materiell\footnote{Denn auch der Mensch ist (wie alle anderen Lebewesen) -- hier einmal gedacht als von keiner Gottheit hervorgebracht -- im Grunde eine aus \so{spontaner,}\linebreak \mbox{k{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}ä{\hspace{+1.705pt}}f{\hspace{+1.705pt}}t{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}s{\hspace{+1.705pt}}p{\hspace{+1.705pt}}i{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}l{\hspace{+1.705pt}}f{\hspace{+1.705pt}}u{\hspace{+1.705pt}}n{\hspace{+1.705pt}}d{\hspace{+1.705pt}}i{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}t{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}\,\, S{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}l{\hspace{+1.705pt}}b{\hspace{+1.705pt}}s{\hspace{+1.705pt}}t{\hspace{+1.705pt}}o{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}g{\hspace{+1.705pt}}a{\hspace{+1.705pt}}n{\hspace{+1.705pt}}i{\hspace{+1.705pt}}s{\hspace{+1.705pt}}a{\hspace{+1.705pt}}t{\hspace{+1.705pt}}i{\hspace{+1.705pt}}o{\hspace{+1.705pt}}n{\hspace{+1.705pt}}\,\, d{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}\,\, M{\hspace{+1.705pt}}a{\hspace{+1.705pt}}t{\hspace{+1.705pt}}e{\hspace{+1.705pt}}r{\hspace{+1.705pt}}i{\hspace{+1.705pt}}e}\linebreak und \so{biophysikochemischer Evolution und Selektion} hervorgegangene \so{›dissipative Struktur‹} (Prigogine),\linebreak welche also eine ständige Energiedissipation erleidet und somit eine permanente Energiezufuhr, zulasten ihrer Umwelt (zur Stabilisierung ihres thermodynamischen Nichtgleichgewichtszustandes) benötigt, um überhaupt entstehen und für eine gewisse Zeit bestehen bzw. in seiner ganz speziellen, Materie-System bedingten Weise ›leben‹ zu können.} begründete ›menschliche Organismus‹ (vgl. Bergmann 1987: 702) sei zudem ein sog. \so{›Superbildmedium‹,} weil dieser alleinig, durch Wechselwirkung des auf der Netzhaut eintreffenden ›Lichts‹ und anschließender Sehvorgänge, Sichtbarkeit hervorzubringen vermag und hierüber zugleich zu einem wissenschaftlichen Dialog fähig ist, zum anderen aber auch selbst ein Bildmedium darstellt und noch darüber hinaus (als ein \so{intelligentes} Materie-System) dazu befähigt ist, die ihn umgebend gedachten Bildmedien willentlich zu verändern (d.h.: Bildmedien affizieren Superbildmedien, Superbildmedien affizieren Bildmedien). \so{Primäre Bildmedienwissenschaft} sei daher angewandtes Teilgebiet aller biophysikochemischen Naturwissenschaften in Bezug auf die Ursache-Wirkungs-Prinzipien (Kausalität) aller Sichtbarkeitsgebilde (Bilder).}} \vspace{-1pt} \setlength{\baselineskip}{1.04\baselineskip}{ Wozu aber forscht ein sichtbarkeits-komponierender Mensch überhaupt hinsichtlich ›optischer‹, ja physikochemischer Eigenschaften der Materie oder nach Techniken der bestmöglichen Nutzung derselben, wenn ihm doch die materielle Existenz im Modus des entzeichneten Sehens vollkommen gleichgültig sein darf, ja muss? -- Er tut dies, weil sich längst nicht jedes Material oder jede Bearbeitungstechnik desselben zur Hervorbringung\linebreak bestimmter Empfindungsqualitäten eignet oder als Ursache\linebreak des von jenem angestrebten oder bereits vorliegenden Sichtbar\-keitsgebildes bestimmen lässt. Die Fragen der Bildmedienwissenschaft sind somit zum einen die des Betrachters, der die bildmedialen Ursachen bestimmter Sichtbarkeitsgebilde (bzw. bloß der hierin verzeichneten Abbilder oder deren abbildsyntaktisch verzeichneten Mittel) zu erschließen sucht; es sind zum anderen aber auch die des sichtbarkeits-komponierenden Menschen selbst, unabhängig ob ›Künstler‹ oder ›Werbedesigner‹ (usw.), der die verschiedenen Mittel und Techniken zur Erzeugung erwünschter Sichtbarkeitsgefüge erforscht bzw. diesbezügliche Erkenntnisse benötigt. Denn bildmediale Fragestellungen entwickeln sich zwangsläufig aus dem Umgang mit Sichtbarkeit, gleichgültig, ob im verzeichnenden oder entzeichneten Sehmodus aufgefasst. In Rückschau auf das bisher Gesagte benötigt der eigentliche \,\mbox{\so{Bildmedienwissenschaftler}} daher allgemein: ein ausreichend naturwissenschaftlich ausgebildetes, analytisch-logisches und zugleich kreatives Denkvermögen zwecks materieller wie auch technischer (allgemein: abbildsyntaktischer) Sichtbarkeitsanalysen und -vorhersagen, und nicht zuletzt (vgl. Kap. 1.2.2.3): \so{außervisuelle Erkenntisquellen.}\footnote{Ziel aller bildmedienwissenschaftlichen Tätigkeit wäre, wie \emph{z.B.} bereits für den ›künstlerisch‹-anatomischen, d.h. superbildmedialen Bereich unternommen (vgl. vor allem Gottfried Bammes: „Die Gestalt des Menschen``),\linebreak eine \so{›Naturwissenschaft\,\, für\,\, Künstler‹} bzw. ein \so{›Bildmedienhandbuch‹.}\, Dieses Werk würde sich von jedem natur\-{\linebreak}wissenschaftlichen Lehrbuch darin unterscheiden, dass es seine (abbild\-syntaktischen) Sachverhalte nicht nach stofflichen, technischen oder gar\linebreak modelltheoretischen (d.h. \emph{z.B.} in der Physik oder Chemie: auch unsichtbaren)\linebreak Gesichtspunkten, sondern jederzeit und ausschließlich nach \so{(potenziell)}\linebreak \so{visueller Relevanz} und \so{bildpraktischer Nutzung bzw. Nutzbarkeit} auswählt und diese zugleich in Bildpraxis anregender (d.i. ›Künstler‹-Bezug) sowie Prinzip erklärender (d.i. Betrachter-Bezug) Weise präsentiert. Sämtliche Bildmedien, d.s. (potenziell) sichtbare oder sichtbarkeitsbeeinflussende \so{Materie-Systeme} (\emph{z.B.} Holz, Kunststoff, \mbox{Wolken,} Landschaft, Planet), \so{materiell-technische Systeme}\linebreak (\emph{z.B.} Uhr, Batterie, Düsentriebwerk, elektronische Videokamera usf.) oder \so{materiell-superbildmediale Beeinflussungsweisen} (\emph{z.B.} falzen, sprengen, schweißen usw.), könnte man zudem \so{nach ihren jeweiligen epochal-zeitlichen Verfügbarkeiten} (\emph{z.B.} ›Holz‹, ›Mensch‹ usw. seit Menschheitsbeginn, ›Luftfahrzeug‹ usw. seit Ende des 18. Jahrhunderts, der ›3-D-Druck‹ usw. seit unserer Zeit) oder nach der sich hieraus (oder anderswo) jeweils ergebenden, \so{latenten oder gesetzten Symbolik} (oder allgemeinen Bedeutung $\to$ Abbildsemantik/-pragmatik) in lemmatischer Form sortieren (sodass für die vielen, bildmedialen Fragestellungen des ›Künstlers‹ \so{und} Betrachters endlich eine übersichtliche, fachkundige und einzig auf Sichtbarkeit abzielende Hilfe entsteht, sodass letztlich auch noch die \so{bildwissenschaftliche} Kultur in Praxis und Theorie, d.h. im Ganzen, gefördert würde).}} \clearpage \setlength{\baselineskip}{1.02\baselineskip}{ Doch wie soll gerade hierüber die Unabhängigkeit der Sichtbarkeitsgebilde von ihren materiellen Voraussetzungen, d.h. den ›Dingen an sich‹, gefolgert werden? -- Um auch mittels der\linebreak (baryonischen) Materie sowie der Strahlungsenergie den Beweis führen zu können, dass sich im Ergebnis eines Sehvorgangs nicht etwa die materiellen Eigenschaften der Dinge selbst erkennen lassen, sondern eine völlig neue Welt entsteht, muss jene Dingwelt zunächst einmal selbst \so{naturwissenschaftlich} durchdrungen und modellhaft verstanden werden (vgl. für die Philosophie: Kap. 1.1). Oder anders gefragt: Was vermag das Sehen an den Dingen nicht zu erfassen; was fügt es ihnen gar hinzu? \so{-- \textbf{Erstens}} sind die gesehen glaubten ›Dinge an sich‹ lediglich als derselben Sachen (d.i. Material) verzeichnete, d.h. zersetzte Sichtbarkeitsgebilde (d.s. Erscheinungen bzw. visuelle Erkenntnisse; vgl. Kap. 1.2.2.4); \so{\textbf{zweitens}} besitzt kein ›Ding an sich‹ (d.h. im Vergleich zu seiner visuellen Verzeichnung) Farbe oder Helligkeit, noch stellen die von uns visuell aufgefassten Gestalten und Bewegungen eine adäquate, gar richtige Wiedergabe des jeweils vorliegenden, physikalischen Raumkörpers oder der jeweiligen Bewegung desselben dar: ›visuelle Farbe‹ (d.i. \so{nicht} das Farbmittel) bedarf zwar „im Allgemeinen einer physikalischen Ursache (nämlich der Strahlung), um die für die Strahlung in spezifischer Weise empfindlichen Sinneszellen (in der Netzhaut des Auges) zu reizen``, ›visuelle Farbe an sich‹ ist aber „ein Werk {[}eine \so{Erfindung!} J.F.{]} unseres Sinnesorgans`` (Bergmann 1987: 702, 737). Was für das ›farbige Licht‹ gelte, habe auch in gleicherweise für das ›nichtfarbige‹ (d.h. unbunte) oder ›weiße Licht‹ zu gelten (vgl. ebd.: 736): Das von den Gegenständen erzeugte, reflektierte oder gar durch diese hindurchtretende ›Licht‹ ist nicht ›an sich‹ farbig oder tonal, sondern wird immer nur in Bezug auf den Absorptionsbereich innerhalb der Rezeptivitätsschranken\linebreak des menschlichen Sehens (d.h. zwischen ungefähr 380 nm und 760 nm) und dort wiederum, nach jeweiligen Intensitäten und Wellenlängen sortiert, mit jenen eigenwilligen, d.h. eigengesetzlichen, sinnlichen Deutungsweisen (Qualia) zum Ausdruck gebracht: \so{Visuelle Farben und Helligkeiten}\,\footnote{›Helligkeit‹ bzw. ›Tonalität‹ bezeichnet im Folgenden den visuellen „Bereich von Weiß über Graustufen zu Schwarz`` (Kerner/Duroy 1994: I, 81).} \so{sind eine interpretative Erfindung unseres Sehvermögens} in Bezug auf einen bestimmten Teil der Strahlung des elektromagnetischen Spektrums. Letzterer, als ›Licht‹ empfunden, vermag uns zwar vermittelst seiner jeweiligen Quantität (d.i. Intensität) und Qualität (d.i. Wellenlänge) etwas über die ›optischen‹ Eigenschaften der ›Dinge an sich‹\linebreak bzw. Materie mitzuteilen, dies allerdings (annähernd) komplementär: eine ›rote‹ Tomate absorbiert unter ›weißer‹ Beleuchtung den (meist) als ›grün‹ zu empfindenden Anteil des visuellen Spektralbereichs, sodass der verbleibende bzw. an die Augen\linebreak reflektierte Strahlungsanteil diese, d.h. in der Sinnesinterpretation, als ›rot‹ erscheinen lässt; wir können demnach die ›optischen‹ Eigenschaften der ›Dinge an sich‹ nicht nur nicht ›an sich‹ sehen, sondern das, was wir an ihnen zu sehen meinen, entspricht dem Quasi-Gegenteil von dem, was ihrer materiellen (Oberflächen-) Natur hinsichtlich Wechselwirkung mit Blick auf Strahlung entspricht. --- Wenn damit das Farb- und Hellig\-keitsempfinden als der Sichtbarkeit (nicht den ›Dingen an sich‹) genuin zugehörig unter Beweis gestellt ist, so liegt es nicht fern, beide auch als \,\mbox{\so{visuelle}} \mbox{\so{Grundempfindungen}} \so{(d.h. visuelle Kategorien)} aufzufassen.} Betrachtet man nun eine visuelle ›Gegenstandsform‹ (d.i. Gestalt bzw. ›Positivform‹), die uns mittels schematisierender Einbildungskraft in Gestalt einer Ding-Erscheinung gegeben (Kant) bzw. als eine solche bewusst oder vorbewusst verzeichnet wird \clearpage \begin{wrapfigure}{l}{0.40\textwidth} % 'r' für rechts, 'l' für links; die innere Zahl bestimmt die Weißbereich-Größe zwischen Bild und Text!!! \vspace{-1pt} % optional: kleiner vertikaler Abstand zum oberen Rand \hspace*{-3pt} % → verschiebt Bild nach innen/außen (also vom Rand hin oder weg) \includegraphics[width=3.797cm, keepaspectratio=true]{Abb7+8.png} \vspace{0pt} % optional: Abstand unten \end{wrapfigure} (Peirce), so kann sie überhaupt nur\linebreak dann als eine solche visuell verzeich\-net werden, wenn ihr eine von ihr\linebreak selbst visuell unterschiedene ›Hin\-tergrundform‹ (d.i. Nicht-Gestalt bzw. ›Negativform‹) beigegeben ist, denn „beide Formen sind wechselseitig voneinander abhängig`` (Kerner/Duroy 1994: I, 48f.; vgl. Abb. 7f.).\linebreak Die visuelle Differenz zwischen der Positiv-{\hspace{-0.4pt}} und{\hspace{-0.4pt}} Negativform{\hspace{-0.4pt}} kann ih\-rerseits aber immer nur über eine tonale und/oder farbige (d.h. visuell-kategoriale) Ungleichheit (d.h. Kontrastierung)\qq\footnote{\so{›Visuelle Kontraste‹}\, sind selbst jedoch \so{keine}\,\,\, visuellen\linebreak Kategorien, da sie nur im direkten Aufeinandertreffen mindestens zweier\linebreak visueller Gegebenheiten (d.h. bei visuell-kategorialer Varianz) auftreten und somit ohnehin bloß pseudo-sinnliche Verzeichnungen bestimmter Elemente des ganzheitlichen Kräftespiels darstellen (obgleich auf das Geheimnis erfolgreicher sichtbarkeits-komponierender Tätigkeit verweisend; vgl. Kap. 1.1: ›Kontrast-Spiel-Regel‹).} b{\hspace{-0.1pt}e{\hspace{-0.1pt}s{\hspace{-0.1pt}t{\hspace{-0.1pt}e{\hspace{-0.1pt}h{\hspace{-0.1pt}e{\hspace{-0.1pt}n{\hspace{-0.1pt},{\hspace{-0.1pt} d{\hspace{-0.1pt}e{\hspace{-0.1pt}n{\hspace{-0.1pt}n{\hspace{-0.1pt} z{\hspace{-0.1pt}u{\hspace{-0.1pt} m{\hspace{-0.1pt}e{\hspace{-0.1pt}h{\hspace{-0.1pt}r\linebreak d{\hspace{-0.09pt}i{\hspace{-0.09pt}f{\hspace{-0.09pt}f{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}r{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}n{\hspace{-0.09pt}z{\hspace{-0.09pt}i{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}r{\hspace{-0.09pt}b{\hspace{-0.09pt}a{\hspace{-0.09pt}r{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}n{\hspace{-0.09pt} S{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}h{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}i{\hspace{-0.09pt}n{\hspace{-0.09pt}d{\hspace{-0.09pt}r{\hspace{-0.09pt}ü{\hspace{-0.09pt}c{\hspace{-0.09pt}k{\hspace{-0.09pt}e{\hspace{-0.09pt}n{\hspace{-0.09pt} ver\-m{\hspace{+0.14pt}ö{\hspace{+0.14pt}g{\hspace{+0.14pt}e{\hspace{+0.14pt}n{\hspace{+0.14pt} u{\hspace{+0.14pt}n{\hspace{+0.14pt}s{\hspace{+0.14pt} d{\hspace{+0.14pt}i{\hspace{+0.14pt}e{\hspace{+0.14pt} u{\hspace{+0.14pt}n{\hspace{+0.14pt}t{\hspace{+0.14pt}e{\hspace{+0.14pt}r{\hspace{+0.14pt}s{\hspace{+0.14pt}c{\hspace{+0.14pt}h{\hspace{+0.14pt}i{\hspace{+0.14pt}e{\hspace{+0.14pt}d{\hspace{+0.14pt}l{\hspace{+0.14pt}i{\hspace{+0.14pt}c{\hspace{+0.14pt}h{\hspace{+0.14pt}e{\hspace{+0.14pt}s Licht absorbierenden Stäbchen (Helligkeitsempfinden) und drei Zapfenarten (Farbempfinden) unserer Netzh{\hspace{+0.11pt}a{\hspace{+0.11pt}u{\hspace{+0.11pt}t{\hspace{+0.11pt} n{\hspace{+0.11pt}i{\hspace{+0.11pt}c{\hspace{+0.11pt}h{\hspace{+0.11pt}t{\hspace{+0.11pt} z{\hspace{+0.11pt}u{\hspace{+0.11pt} v{\hspace{+0.11pt}e{\hspace{+0.11pt}r{\hspace{+0.11pt}h{\hspace{+0.11pt}e{\hspace{+0.11pt}l{\hspace{+0.11pt}f{\hspace{+0.11pt}e{\hspace{+0.11pt}n. D{\hspace{+0.11pt}.{\hspace{+0.11pt}h{\hspace{+0.11pt}.{\hspace{+0.11pt}: \so{„weiße Formen in}\linebreak \par \vspace{-15pt} \setlength{\baselineskip}{1.04\baselineskip}{ \so{weißer Umgebung sind unsichtbar``} (Kerner/{\linebreak}Duroy 1994: I, 48f., HV J.F.; vgl. auch Edeline 1998: 270f.) bzw. bilden eine gemeinsame weiße Form (und zusätzlich im verzeichnenden Sehen: \so{eine} Gestalt).} \clearpage \begin{wrapfigure}{r}{-0.60\textwidth} % 'r' für rechts, 'l' für links; die innere Zahl bestimmt die Weißbereich-Größe zwischen Bild und Text!!! \vspace{+1pt} % optional: kleiner vertikaler Abstand zum oberen Rand \hspace*{+1pt} % → verschiebt Bild nach innen/außen (also vom Rand hin oder weg) \includegraphics[width=3.844cm, keepaspectratio=true]{Abb9-11.png} \vspace{-100pt} % optional: Abstand unten \end{wrapfigure} E{\hspace{+0.07pt}i{\hspace{+0.07pt}n{\hspace{+0.07pt}e{\hspace{+0.07pt} e{\hspace{+0.07pt}i{\hspace{+0.07pt}n{\hspace{+0.07pt}f{\hspace{+0.07pt}a{\hspace{+0.07pt}c{\hspace{+0.07pt}h{\hspace{+0.07pt}e{\hspace{+0.07pt} M{\hspace{+0.07pt}o{\hspace{+0.07pt}d{\hspace{+0.07pt}e{\hspace{+0.07pt}l{\hspace{+0.07pt}l{\hspace{+0.07pt}v{\hspace{+0.07pt}o{\hspace{+0.07pt}r{\hspace{+0.07pt}s{\hspace{+0.07pt}t{\hspace{+0.07pt}e{\hspace{+0.07pt}l{\hspace{+0.07pt}l{\hspace{+0.07pt}u{\hspace{+0.07pt}n{\hspace{+0.07pt}g vermag uns dies, wie auch anderes, zu bestätigen: die Netzhaut (Retina)\linebreak sei angenommen als eine (gewölbte) Fläche, welche an jeder Stelle\linebreak ihrer Oberfläche mit punktartigen,\linebreak aber dennoch als winzige Flächen\linebreak b{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}}s{\hspace{-0.17pt}}c{\hspace{-0.17pt}}h{\hspace{-0.17pt}}r{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}}i{\hspace{-0.17pt}}b{\hspace{-0.17pt}}b{\hspace{-0.17pt}}a{\hspace{-0.17pt}}r{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}} L{\hspace{-0.17pt}}i{\hspace{-0.17pt}}c{\hspace{-0.17pt}}h{\hspace{-0.17pt}}t{\hspace{-0.17pt}}r{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}}z{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}}p{\hspace{-0.17pt}}t{\hspace{-0.17pt}}o{\hspace{-0.17pt}}r{\hspace{-0.17pt}}e{\hspace{-0.17pt}}n (Stäb\-chen und Zäpfchen) besetzt ist; jeder Lichtrezeptor vermag jeweils mit, für ihn spezifischen Lichtquanten (Photonen) wechselzuwirken und anschließend ein Nervensignal an das Gehirn weiterzuleiten. Jenes dient diesem (meist unter Verstärkung weiterer, ähnlicher Signale direkt benachbarter Sinneszellen) zur Erzeugung einer ebenso punktartigen, jedoch auch hier als Fläche aufzufassenden (oder unter der Voraussetzung der Signalverstärkung ohnehin flächenhaften) ›visuellen Form‹ (d.i. ›Fleck‹) innerhalb eines jeweiligen Sichtbarkeitsgebildes. Folglich sind auch die mathematisch, d.h. nicht visuell fundierten Dimensionsbegriffe ›Punkt‹, ›Linie‹ und ›Fläche‹ in ihrer visuellen\linebreak Verzeichnung allesamt flächenhaft und lassen sich gar durch Zusammenschluss oder bloße Vergröße-{\linebreak}\end{document}