%Präambel \documentclass[11pt]{memoir} %memoir sei besser als scrbook \paperwidth=12.5cm %Seitenbreite \paperheight=19cm %Seitenhöhe % Schriftpakete für Linux Libertine \usepackage{libertine} % Linux Libertine O als Schriftfamilie \usepackage[libertine]{newtxmath} % Passende Mathematik-Schriftart und um Pfeile richtig darzustellen % Unterstützung für mehrsprachigen Text (Deutsch als Hauptsprache, Ukrainisch möglich) einschl. Silbentrennung \usepackage[ngerman]{babel} % Direkte Eingabe von UTF-8-Zeichen \usepackage[LGR,T1]{fontenc} % T2A für kyrillische Zeichen, T1 für Latein und zur Darstelllung französischer Anführungszeichen %Für griechische Buchstaben: \usepackage[utf8]{luainputenc} \usepackage{textalpha} % \usepackage{textcase} \usepackage{graphicx} % Bilder einfügen in der figure-Umgebung mittels Befehl \includegraphics{name_des_bildes.jpg} \usepackage{wrapfig} %hiermit können Bilder mit Text umflossen werden!!! \usepackage{caption} \captionsetup{labelformat=empty} % Neuer Kapitälchen-Befehl für Small Caps inklusive Großbuchstaben \newcommand{\smallcaps}[1]{\textsc{\MakeTextLowercase{#1}}} \usepackage{scalefnt} % Ermöglicht Skalierung mit \scalefont{} % Neuer Befehl: Nur Small Caps um 2 pt größer machen \newcommand{\bigsmallcaps}[1]{{\scalefont{1.2}\textsc{#1}}} % Fußnoten-Pakete \usepackage{footmisc} % Erweitert Fußnoten \usepackage{bigfoot} % Zerlegt große Fußnoten automatisch \usepackage{manyfoot} %normal-breites Durchstreichen von Worten \usepackage[normalem]{ulem} %Griechische Buchstaben im Text, einfach mit libreWriter schreiben und gut ist \usepackage{textgreek} %für dt. Anführungszeichen zwecks Zitate, intext-Befehl ist backslash-enquote \usepackage{csquotes} %Seitenränder \usepackage[ twoside, % zweiseitiger Druck inner=12mm, % innerer Rand outer=14mm, % rechter Rand top=9mm, % oberer Rand bottom=15mm, % unterer Rand bindingoffset=0mm, heightrounded ] {geometry} %Mikrotypografie; für automatische Zeichenabstandskorrekturen; die zweite Zeile ist dafür da, um den lästigen Hinweis, dass kein aktueller Patch existiert, nicht mehr erscheint \usepackage{microtype} \microtypesetup{nopatch=footnote} %Seitenzahlen-Paket \usepackage{scrlayer-scrpage} % Fußnotensymbol als Hochzahl \makeatletter \renewcommand\@makefnmark{\textsuperscript{\@thefnmark}} % Hochgestellte Fußnotennummern \renewcommand\@makefntext[1]{% \noindent\hbox{\@makefnmark} #1% } \makeatother \setlength{\emergencystretch}{1em} % zusätzlicher Abstand bei Worten erlauben, wenn keine Trennung in einer Zeile möglich ist, sodass keine Zeilen über den Textrand hinausragen %Sperrdruck, mit intext-Befehl \so \usepackage{soul} %Beide sind wohl wichtig für dt-eng. Ausgabe auf 2 Seiten \usepackage[series={A},noend,noeledsec,noledgroup]{reledmac} \usepackage{reledpar} %für deutsche Spezial-Strich-Zeichen \usepackage{newunicodechar} %Dies würde den Text immer vollkommen von oben nach unten füllen \flushbottom \setlength{\skip\footins}{7pt} % Reduziert den Abstand zwischen Haupttext und Fußnoten \setlength{\parskip}{0pt} % Kein Abstand zwischen Absätzen %Zum rechten Einschub für Zitate mit dem Befehl \\begin{rightquote}{...}\end{rightquote} : \newenvironment{rightquote} {\begingroup\leftskip=8mm\noindent} {\par\endgroup} % für ca. 1/4-Spatium mit Befehl \qq, weil 1 Spatium ca. 0.5em entspricht und 0.125em noch zu groß erscheint, daher 0.08! \newcommand{\qq}{\hspace{0.08em}} \newcommand{\yy}{\hspace{-0.08em}} \hyphenation{Unterscheidungs-moment} \hyphenation{quasi} \hyphenation{bestehen} \hyphenation{Ganz-heits-struktur} \hyphenation{Gestalt} \hyphenation{Sehens} \hyphenation{Sehen} \hyphenation{Betrachter-positionen} \hyphenation{Bild-medien} \hyphenation{Wellen-längen} \hyphenation{Ursache} \hyphenation{gedach-ten} \hyphenation{einer} \hyphenation{über-gehen} \hyphenation{Eigen-schaften} \hyphenation{eigent-liche} \hyphenation{dazu-gehörigen} %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% ABB 1 + 2 %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \begin{document} %Verhinderung von Ein- oder Zwei-Zeilern auf neuen/alten Seiten: \clubpenalty=10000 % verhindert Absatzbeginn am Seitenende \widowpenalty=10000 % verhindert Absatzende auf neuer Seite % Seitenzahlen-Layout % Seitenzahlen-Layout \pagestyle{scrheadings} % Aktiviert Kopf- und Fußzeilen \clearpairofpagestyles % Löscht Standard-Kopf- und Fußzeilen \ofoot{\pagemark} % Seitenzahl außen platzieren \setlength{\footskip}{6.5mm} % WICHTIGER Abstand von Textbereich zur Fußzeile (Seitenzahl-Position) % Startseite und Seitenzahl \setlength{\parindent}{0em} % Kein Einrücken bei Absätzen \setcounter{page}{169} % Setzt die Start-Seitennummer \setcounter{footnote}{8} % Fußnotenzähler auf 0 setzen %%%%% EIGENTLICHER TEXT-BEGINN %%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% \begin{wrapfigure}{r}{0.40\textwidth} % 'r' für rechts, 'l' für links; die innere Zahl bestimmt die Weißbereich-Größe zwischen Bild und Text!!! \vspace{0pt} % optional: kleiner vertikaler Abstand zum oberen Rand \hspace*{+3pt} % → verschiebt Bild nach innen/außen (also vom Rand hin oder weg) \includegraphics[width=3.797cm, keepaspectratio=true]{Abb12.png} \vspace{-15pt} % optional: Abstand unten \end{wrapfigure} Licht) dem Wesen der ›visuellen Form‹ alleinig zu: so läge die ›visuelle Form‹ der Helligkeit zugrunde (wie es auch oft gehandhabt wird und ebenso \emph{hier} gedacht werden soll; vgl. Abb. 12). Beide, ›visuelle Form‹ und ›visuelle Helligkeit‹, liegen ihrerseits aber wiederum der ›visuellen Farbe‹ (potenziell variable Intensität und Wellenlänge eines\linebreak a{\hspace{+0.26pt}}u{\hspace{+0.26pt}}f{\hspace{+0.26pt}} e{\hspace{+0.26pt}}i{\hspace{+0.26pt}}n{\hspace{+0.26pt}}e{\hspace{+0.26pt}}r{\hspace{+0.26pt}} r{\hspace{+0.26pt}}e{\hspace{+0.26pt}}t{\hspace{+0.26pt}}i{\hspace{+0.26pt}}n{\hspace{+0.26pt}}a{\hspace{+0.26pt}}l{\hspace{+0.26pt}}e{\hspace{+0.26pt}}n{\hspace{+0.26pt}} A{\hspace{+0.26pt}}b{\hspace{+0.26pt}}s{\hspace{+0.26pt}}o{\hspace{+0.26pt}}r{\hspace{+0.26pt}}p{\hspace{+0.26pt}}t{\hspace{+0.26pt}}i{\hspace{+0.26pt}}o{\hspace{+0.26pt}}n{\hspace{+0.26pt}}s{\hspace{+0.26pt}}-{\linebreak}f{\hspace{+0.19pt}}l{\hspace{+0.19pt}}ä{\hspace{+0.19pt}}c{\hspace{+0.19pt}}h{\hspace{+0.19pt}}e{\hspace{+0.19pt}} e{\hspace{+0.19pt}}i{\hspace{+0.19pt}}n{\hspace{+0.19pt}}t{\hspace{+0.19pt}}r{\hspace{+0.19pt}}e{\hspace{+0.19pt}}f{\hspace{+0.19pt}}f{\hspace{+0.19pt}}e{\hspace{+0.19pt}}n{\hspace{+0.19pt}}d{\hspace{+0.19pt}}e{\hspace{+0.19pt}}n{\hspace{+0.19pt}} L{\hspace{+0.19pt}}i{\hspace{+0.19pt}}c{\hspace{+0.19pt}}h{\hspace{+0.19pt}}t{\hspace{+0.19pt}}s{\hspace{+0.19pt}}t{\hspace{+0.19pt}}r{\hspace{+0.19pt}}a{\hspace{+0.19pt}}h{\hspace{+0.19pt}}l{\hspace{+0.19pt}}s{\hspace{+0.19pt}})\linebreak zugrunde: \so{Es gibt keine}\linebreak ›{\hspace{+3.3pt}}v{\hspace{+3.3pt}}i{\hspace{+3.3pt}}s{\hspace{+3.3pt}}u{\hspace{+3.3pt}}e{\hspace{+3.3pt}}l{\hspace{+3.3pt}}l{\hspace{+3.3pt}}e{\hspace{+3.3pt}}\,\,\, H{\hspace{+3.3pt}}e{\hspace{+3.3pt}}l{\hspace{+3.3pt}}l{\hspace{+3.3pt}}i{\hspace{+3.3pt}}g{\hspace{+3.3pt}}k{\hspace{+3.3pt}}e{\hspace{+3.3pt}}i{\hspace{+3.3pt}}t{\hspace{+3.3pt}}‹\linebreak \so{ohne ›visuelle Form‹. Es gibt keine ›visuelle}\linebreak \so{Farbe‹ ohne visuelle Form und Helligkeit} (vgl. Kerner/Duroy 1994: I, 86f., 161, 276f.).\linebreak H{\hspace{+0.35pt}}i{\hspace{+0.35pt}}n{\hspace{+0.35pt}}z{\hspace{+0.35pt}}u{\hspace{+0.35pt}}t{\hspace{+0.35pt}}r{\hspace{+0.35pt}}i{\hspace{+0.35pt}}t{\hspace{+0.35pt}}t{\hspace{+0.35pt}}\, e{\hspace{+0.35pt}}i{\hspace{+0.35pt}}n{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}\, w{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}i{\hspace{+0.35pt}}t{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}r{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}},{\hspace{+0.35pt}}\, v{\hspace{+0.35pt}}i{\hspace{+0.35pt}}s{\hspace{+0.35pt}}u{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}l{\hspace{+0.35pt}}l{\hspace{+0.35pt}}e\linebreak G{\hspace{-0.3pt}}r{\hspace{-0.3pt}}u{\hspace{-0.3pt}}n{\hspace{-0.3pt}}d{\hspace{-0.3pt}}e{\hspace{-0.3pt}}m{\hspace{-0.3pt}}p{\hspace{-0.3pt}}f{\hspace{-0.3pt}}i{\hspace{-0.3pt}}n{\hspace{-0.3pt}}d{\hspace{-0.3pt}}u{\hspace{-0.3pt}}n{\hspace{-0.3pt}}g{\hspace{-0.3pt}} ({\hspace{-0.3pt}}d{\hspace{-0.3pt}}.{\hspace{-0.3pt}}i{\hspace{-0.3pt}}.{\hspace{-0.3pt}} S{\hspace{-0.3pt}}i{\hspace{-0.3pt}}c{\hspace{-0.3pt}}h{\hspace{-0.3pt}}t{\hspace{-0.3pt}}b{\hspace{-0.3pt}}a{\hspace{-0.3pt}}r{\hspace{-0.3pt}}k{\hspace{-0.3pt}}e{\hspace{-0.3pt}}i{\hspace{-0.3pt}}t{\hspace{-0.3pt}}s-{\linebreak}kategorie), welche durch statische Abbilddefinitionen (S. 69) oft in Vergessenheit gerät: nämlich die \so{›visuelle Bewegung‹.} Auch diese können wir mithilfe unseres einfachen Netzhautmodells als der Sichtbarkeit genuin zugehörig erklären: Dieselben Lichtrezeptoren, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt durch auftreffendes Licht angeregt werden, können zu einem anderen Zeitpunkt entweder weiterhin mit völlig gleichartigem Licht, mit Licht höherer oder niederer Intensität, aber gleicher Wellenlänge oder mit von Intensität, wie Wellenlänge verschiedenartigem Licht angeregt werden oder gar kein Licht mehr erhalten (d.i. ›schwarz‹). Betrachtet man einen solchen \so{Vorgang}\linebreak \so{visueller Empfindungsänderung an sich,} so verändert sich das Gesamtgefüge der Sichtbarkeit einmal mehr, einmal weniger (Quantität), und auf eine ganz bestimmte\linebreak \par \vspace{-13.5pt} \setlength{\baselineskip}{1.04\baselineskip}{ Art und Weise (Qualität): die ›visuelle Bewegung‹ stellt somit\linebreak eine weitere, physikozeit-abhängige Grundempfindung von Sichtbarkeit dar, welche aber zugleich der visuellen Form, Hellig\-keit und/oder Farbe als zusätzliches Gründungsfundament benötigt. -- Außer diesen vier Sichtbarkeitskategorien gibt es jedoch keine weiteren Grundempfindungen menschlichen Sehens und sind auch keine anderen denkbar (vgl. Kerner/Duroy 1994: I, 196-218, 276f.). Mit Blick auf die noch offene Frage des Verhältnisses von visueller ›Ding-Gestalt‹ und primär-bildmedialer bzw. physikalischer ›Außenweltding-Gestalt‹ können allerdings noch zwei (drei) weitere Bildmedientypen\qq\footnote{Diese beiden (drei) anderen, visuell direkt verzeichenbaren Bildmedientypen (d.s. immer auch \so{potenzielle Abbildmedien} bzw. Perzepte im abbildsyntaktischen Sinne) bzw. die ihre jeweilige Existenz bedingenden zwei (drei) abbildsyntaktischen Element-System-Beziehungsweisen bilden zusammen den \emph{hiesigen} Vorschlag für eine Theorie quasi-notwendiger, abbildsyntaktischer Ding-Verzeichnungen (ja, für deren ›Existenz‹ überhaupt; oder auch bloß ihrer ›Nicht-Existenz‹); zumindest aber lassen sich jene hierdurch ganz leicht und in notwendiger, d.h. in bildmedialer Abhängigkeit von den eigentlichen, d.h. primären \so{Bildmedien} unterscheiden (vgl. obige Befürchtungen).} erschlossen werden: Die visuelle Gestalt eines ›Wahrnehmungsobjekts‹ ist nämlich (im\linebreak Vergleich zu der im festen Aggregatzustand vorliegend gedachten Materie\-gestalt seines äußerlichen Referenzobjektes) \so{unendlich variabel} und \so{stets an den visuellen Kontext gebunden:} denn jene ist abhängig vom \so{\textbf{(I)} Modus des verzeichnenden Sehens,} von der \so{\textbf{(II)}}\so{ jeweiligen Raumperspektive des Betrachters,} von der \so{\textbf{(III)} visuellen Verschiedenheit} ihrer ›Negativform‹ bzw. Nicht-Gestalt\linebreak ({\hspace{+0.35pt}}v{\hspace{+0.35pt}}g{\hspace{+0.35pt}}l{\hspace{+0.35pt}}.{\hspace{+0.35pt}} T{\hspace{+0.35pt}}a{\hspace{+0.35pt}}r{\hspace{+0.35pt}}n{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}f{\hspace{+0.35pt}}f{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}k{\hspace{+0.35pt}}t{\hspace{+0.35pt}}){\hspace{+0.35pt}} u{\hspace{+0.35pt}}n{\hspace{+0.35pt}}d{\hspace{+0.35pt}} v{\hspace{+0.35pt}}o{\hspace{+0.35pt}}r{\hspace{+0.35pt}} a{\hspace{+0.35pt}}l{\hspace{+0.35pt}}l{\hspace{+0.35pt}}e{\hspace{+0.35pt}}m{\hspace{+0.35pt}} v{\hspace{+0.35pt}}o{\hspace{+0.35pt}}m \so{\textbf{(IV)} Abstand zwischen Betrachter und den jeweiligen (primären) Bildmedien;} gerade der letztgenannte Punkt wird in seiner Vertiefung zeigen, dass ein ›Wahrnehmungsobjekt‹, also ein Verzeichnungsprodukt hinsichtlich eines jeweili-\linebreak}\par\vspace{-14pt}\setlength{\baselineskip}{1.02\baselineskip}{gen Sichtbarkeitsgebildes, ›an sich‹ überhaupt nur\qq \so{zwischen zwei bestimmten Betrachterpositionen}\linebreak \so{visuell quasi-notwendig existieren kann.} Wird nämlich der Betrachterabstand über diese jeweiligen Erscheinungsgrenzen hinaus vergrößert \so{oder} verkleinert, so verschwindet das ›Wahrnehmungsobjekt‹ vollkommen und wir verzeichnen stattdessen immer nur neue ›Wahrnehmungsobjekte‹, und dies obgleich die materiellen Voraussetzungen jeweiliger Sichtbarkeit (d.s. die primären Bildmedien derselben) stets dieselben geblieben sind oder lediglich (im Falle der Abstandsvergrößerung) um die anderer, physisch direkt anbei befindlicher Bildmedien ergänzt wurden. Primäre Bildmedien bleiben uns somit (im Gegensatz zu jeder Ding-Erscheinung) jederzeit und überall erhalten und verschwinden auch nicht plötzlich (jedenfalls nicht ohne primär-bildmediale Ursache), selbst wenn der visuelle Betrachterabstand Milliarden von Lichtjahren von diesen entfernt liegt (und hierbei natürlich die Lichtgeschwindigkeit den entscheidenden, limitierenden Faktor darstellt). -- Ein Beispiel: Ein ›physikalisches Objekt‹ (d.h. ein ›Ding an sich‹) mag zwar die denkbare Materiegestalt eines Würfels besitzen; in unserem visuellen Wahrnehmungs-Universum wird sich dieses Gegenüber allerdings immer nur als ein Verzeichnungsprodukt zeigen können, welches aus ein, zwei, drei oder allerhöchstens vier zusammengesetzten Einzelflächen besteht (welche ihrerseits in visueller Qualität und Quantität wiederum vollkommen verschiedenartig in Erscheinung treten), niemals aber als eine Gegebenheit mit sechs gleichartigen, exakt-quadratischen Außenflächen (d.i. die Phasengrenze desselben Materie-Objekts).} Somit kann eine visuell verzeichnete Außenweltsache bzw. ein\linebreak ›Wahrnehmungsobjekt‹ überhaupt gar \so{kein singuläres Produkt eines primären Bildmediums (d.i. ›Ding an sich‹; wie auch dieses selbst wiederum \textbf{keine singuläre Außenwelt-Begebenheit} darstellen kann $\to$ Standardmodell der Elementarteilchenphysik!)} darstellen (welches man mit diesem in eine geistige Beziehung setzt); vielmehr ›entspringen‹ \so{aus einem ›einzigen Ding an sich‹ potenziell unendlich viele, höchst verschiedenartige Ding-Erscheinungen} (in Abhängigkeit obiger Beobachtungsvariablen und auch in großer Variabilität der visuellen Kategorien; vgl.\linebreak Kap. 1.4.2). Als Schlusspunkt dieser Betrachtungen lassen sich (wie bereits angekündigt) zwei (eigentlich drei) weitere Typen von Bild\-medien ableiten, welche als nichtabbildhafte Materialverzeichnungen zur Abbildsyntax gehören (somit allesamt auch Abbildmedien darstellen müssen) und beide von den jeweils vorliegenden, primären Bildmedien wie auch in ihrer visuellen Gestalt von den soeben beschriebenen Variablen abhängig sind (vgl. Anhang).\linebreak Beginnen wir also zunächst auf der Ebene der primären Bildmedien; und zwar ab dem Atom, hin zu den Molekülen und Atomgitterstrukturen (der ›Betrachterabstand‹ beträgt nun ca. 100 nm; obgleich hier natürlich, aufgrund der viel größeren Wellenlängen des Lichts und der Heisenbergschen Unschärferelation, von gar keiner tatsächlichen Beobachtbarkeit gesprochen werden darf!). Erst ab einem Betrachterabstand von etwa 380 nm beginnt dann der sichtbare Bereich (und endet zugleich der \so{rein} primäre Bereich) bzw. vermag unsere Sinnlichkeit im Visuellen rezeptiv tätig zu werden, sodass wir auch die Möglichkeit erhalten, durch Analyse eines Sichtbarkeitsgebildes, auf einen uns äußerlich befindlichen Sachverhalt zu schließen; in diesem Fall (\emph{z.B.} beim Blick in ein Mikroskop) jedoch bloß ein Farbeindruck: Violett, welcher das Gesichtsfeld \emph{z.B.} homogen und vollständig ausfüllt. -- Wir wollen solcherart Erscheinungen, die also für sich allein betrachtet kein primäres Bildmedium (weil keine visuelle Ursache, sondern visuelle Wirkung), sondern ein bloß potenziell primäres \so{Abbildm}edium darstellen: ein \so{\textbf{(β) sekundäres Bildmedium}} nennen. In allgemeiner Definition entsprechen sekundäre Bildmedien jeweils einer sichtbar verzeichneten Ganzheit (d.i. \so{System),} welche ihrerseits nochmals potenziell aus sichtbar verzeichenbaren Teilen bestehen kann (d.s. Elemente dieses Systems, \emph{z.B.} ein Stein mit verschiedenen Einschlüssen). Ein solches Element jener sekundär-bildmedialen bzw. primär-abbildmedialen Systeme nennt man dann ein \so{\textbf{(γ) tertiäres Bildmedium.}} Letzteres zeigen wir auch an unserem sekundär-bildmedialen Beispiel bzw. am obigen Violett, indem wir einfach den \so{gedachten} Abstand noch weiter vergrößern (mittels optischem Mikroskop): irgendwann werden nämlich auch andere Strukturen \so{erscheinen,} welchen dieses Violett, als Binnenstruktur, angehört (und welche ihrerseits als dessen vermeintlich sichtbare Ursachen verzeichnet werden können; weshalb auch jedes Deuten von Ursache-Wirkungs-Prinzipien im nicht-primären Bereich immer relativisch\footnote{Hierdurch lässt sich auch die folgende Merkwürdigkeit erklären: \so{Verringert} man nämlich den Betrachterabstand (d.i. Umkehrung des obigen Vergrößerungsvorgangs), so wird man die neu verzeichenbaren Binnenstrukturen stattdessen als die eigentlichen Ursachen (obgleich Wirkungen) jener zuvor erblickten Sache interpretieren. Aus dieser Erfahrung heraus wäre es demnach ebenso legitim, das als größer gedachtes System als \so{(γ) tertiäres Bildmedium} und das kleinere, jetzt erst erkennbare Element desselben Systems als \so{(β) sekundäres Bildmedium} zu beschreiben (würde doch bei \so{gedachter} Fortsetzung irgendwann die atomare, d.h. primär-bildmediale Ebene {[}α{]}, als kleinste Ursache, in Erscheinung {[}sic!{]} treten; wohingegen nach der ersteren, obigen Betrachtungsweise bald die System-Elemente in ihre visuelle Nicht-Existenz {[}δ{]} überführt sein bzw. irgendwann das gesamte Universum, als größte Ursache, als ansichtig gedacht werden). -- \so{Abbildm}ediale Zuordnungen (β, γ, δ), selbst noch deren jeweilige Definitionen, werden demnach immer relativisch gedacht und sind zugleich abhängig von den obigen Variablen.} bleibt), und bald darauf noch weitere Gestalten, denen unser Violett nicht mehr angehört. Allgemein werden wir also irgendwann, d.h. durch bloße Vergrößerung des {\vspace{-1.5pt}}Betrachterabstandes, auch weitere, zusätzliche Dinge erschei\-nen sehen, sodass wir die zuvor allein erblickte bzw. als solche\linebreak \par \vspace{-15pt} \setlength{\baselineskip}{0.941\baselineskip}{ verzeichnete ›Ding-Erscheinung‹ bald nur noch als den Teil (d.i. Element) einer anderen, jetzt erst verzeichenbaren ›Ding-Erscheinung‹ (d.i. ein weiteres, nächstgrößeres System: \emph{z.B.} ein aus Steinen aufgebautes Mauerwerk) quasi-notwendig verzeichnen müssen. Das zuvor \so{(β) sekundäre} wird durch bloße Abstandsvergrößerung in ein \so{(γ) tertiäres} Bildmedium bzw. in ein kleineres System (als Element eines nächstgrößeren Systems) bzw. jene ›Ding-Erscheinung‹ zu einem sichtbar verzeichneten Teil eines sichtbar verzeichenbaren Ganzen überführt und zugleich (d.h im notwendigen Wechsel der Verzeichnung)\linebreak ein \so{neues} sekundäres Bildmedium (\emph{z.B.} ein Mauerwerk)\linebreak gebildet bzw. verzeichnet. -- Durch Abstandsverkleinerung erzielt man hingegen die genaue Umkehrung desselben Vorgangs: d.h. ein bestimmtes, tertiäres Bildmedium wird in ein sekundäres Bildmedium (d.i. \emph{hier:} ein nächstkleineres System) überführt und es entstehen sogleich (bzw. potenziell) neue tertiäre Bildmedien (d.s. Elemente dieses nächstkleineren Systems). -- Je weiter wir uns hingegen von jenem, als Teilbedingung eines Sichtbarkeitsgebildes verzeichneten ›Wahrnehmungsobjekt‹ (d.i. tertiäres Bildmedium) bildmedial entfernen, desto kleiner und punktförmiger wird uns dieses erscheinen, bis es schließlich von seiner eigenen Umgebung regelrecht verschlungen wird: d.i. \so{visuelle Mischung} (vgl. Abb. 11) und bedeutet zugleich das visuelle Nicht-Dasein als \so{\textbf{(δ) quartäres Bildmedium}} (d.i. der noch nicht bzw. nicht mehr verzeichenbare Bestandteil, \emph{z.B.} einer {[}mehr oder weniger{]} homogenen Flächenerscheinung, und zugleich eine Grundbedingung, um jene sekundär- oder tertiär-bildmedialen ›Wahrnehmungsobjekte‹ quasi-notwendig bzw. zuverlässig verzeichnen und somit, je nach Verzeichnungssystem (\emph{z.B.} des Alltags), auch für außervisuelle Zwecke nutzen zu können).\footnote{Somit vermag uns gerade auch das jeweilige Sichtbarkeitsgefüge -- im verzeichnenden Sehen und im jeweiligen Verzeichnungssystem betrachtet -- dazu zu zwingen, quasi-notwendig und quasi-allgemeingültig Dinge \so{so-und-nicht-anders zu verzeichnen.} Die eigentliche Ursache liegt hier nämlich nicht in den Sinnesempfindungen selbst begründet (wie man vielleicht das obige Beispiel des Violetts missverstehen könnte), sondern jeweils im \so{So-und-nicht-anders-komponiert-sein und}\linebreak \so{ggf. auch -verändert-werden} (vgl. Abstandsveränderungen!)\linebreak dieser Qualia (im kontinualen Zustand). Denn erst ihre unbeschreibliche Tota\-litäts-Ordnung lässt den pseudo-sinnlichen Verzeichnungsprozess einen quasi-notwendigen, meist unausweichlichen Weg einschlagen, sodass auch ›Wahrnehmungstäuschungen‹ tatsächlich kaum in Erscheinung treten \so{können.}}} \setlength{\baselineskip}{1.01\baselineskip}{ In gleicher Weise eröffnen sich uns aber auch, d.h. wenn wir wieder in Lauf-, Fahrt- oder Flugrichtung blicken, immer neue, als Dinge usw. verzeichenbare Sichtbarkeitsgefüge, die wir aufgrund jenes \so{›Sehtunnels‹ des verzeichnenden Sehens} zuvor nicht sehen bzw. als solche visuell verzeichnen konnten. Oder anders gesprochen: Vergrößert man den Abstand nun immer weiter, so erscheinen auch immer neue sekundäre Bildmedien (z.B. Kontinent, Erde, Milchstraße), welche sich dann später, als tertiäre Bildmedien, mit ihrer jeweiligen Negativform visuell vermischen (bzw. einen quartären Nichtexistenz-Status erhalten), bis letztendlich die Gestalt des Universums selbst als ›Wahrnehmungsobjekt‹ verzeichenbar erscheint, welches seinerseits u.a. auch aus allen vorherigen Bildmedien aufgebaut gedacht werden darf (d.i. das letztmöglich sekundäre bzw. wohl niemals tertiäre Bildmedium). -- Der Betrachterabstand, der in Bezug auf die jeweiligen primären Bildmedien theoretisch zwischen jeder post-atomaren und mehrere Milliarden (zukünftig: bis zu einer Billiarde) Lichtjahre entfernten Position variieren kann, wird praktisch jedoch durch verschiedene Materieschranken (bzw. Lichtabsorptionsschranken), \emph{z.B.} enge oder weite Räume (also durch undurchsichtige Wandelemente), und Naturgesetze (sowie unter der Voraussetzung eines jeweils sichtbarkeitskomponierenden Menschen; dies zudem ggf. noch nach dessen Willen) eingeschränkt, sodass die potenziellen Relationen (β, γ, δ) der jeweiligen Abbildmedien zueinander von vornherein tatsächlich nahezu festgelegt sind bzw. festgelegt werden können.} \clearpage \emph{Damit sei auch gezeigt, dass es unmöglich ist} \so{\emph{über die visuelle Verzeichnung:}} \emph{Kantische ›Dinge an sich‹ oder selbst noch deren vermeintliche ›Ding-Erscheinungen‹} \so{\emph{›an sich‹}} \emph{zu erblicken (d.i. zugleich Widerlegung der Möglichkeit der sog. ›Epoché‹ bzw. ›Wesensschau‹ Edmund Husserls!); jene sind zwar Ursachen von und für Sichtbarkeit, werden uns aber, vermittelst der eigengesetzlichen Interpretation der visuellen Wahrnehmung des Menschen (d.h. auf Grundlage der Variabilität der vier echt-visuellen Kategorien wie auch der vier pseudo-visuellen Beobachtungsvariablen), keineswegs unmittelbar ansichtig}. \emph{D.h.: das eigentliche Wesen der (baryonischen) Materie, d.i. die Gesamtheit aller ›Dinge an sich‹, einschließlich ihrer physikochemischen Eigenschaften und Vorgänge, bleibt uns für immer} \so{\emph{unsichtbar.}}\linebreak --- \emph{Aus dieser nun vollkommen andersartigen Position (der Unsichtbarkeit) heraus, wollen wir jetzt abermals versuchen, all unsere Blicke auf die Sichtbarkeit zu richten und zu einem Zweiten Versuch übergehen, um ihrem Wesen doch noch etwas näher zu kommen, als bloß ihren logisch-visuellen Übergangspunkt und die dazugehörigen Werkzeuge ausfindig zu machen!} \end{document}